Top Story Archive - APA-Value-News https://value-news.apa.at/category/top-story/ Wed, 17 May 2023 06:27:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.4 EANA-Konferenz: Was beschäftigt die europäischen Nachrichtenagenturen? https://value-news.apa.at/eana-konferenz-was-beschaeftigt-die-europaeischen-nachrichtenagenturen/ https://value-news.apa.at/eana-konferenz-was-beschaeftigt-die-europaeischen-nachrichtenagenturen/#respond Wed, 17 May 2023 06:27:31 +0000 https://value-news.apa.at/?p=6305 APA-Value: Anfang Mai fand in Brüssel die Frühjahrskonferenz der European Alliance of News Agencies (EANA) statt. Was beschäftigt die Nachrichtenagenturen Europas derzeit am stärksten? Clemens Pig: Die europäische Agentur-Allianz besteht aus 32 Mitgliedern quer über den Kontinent. Das sind staatliche, private, nationale und internationale Nachrichtenagenturen mit unterschiedlichen Anforderungen und Entwicklungsfeldern. Gerade deshalb ist die EANA […]

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APA-Value: Anfang Mai fand in Brüssel die Frühjahrskonferenz der European Alliance of News Agencies (EANA) statt. Was beschäftigt die Nachrichtenagenturen Europas derzeit am stärksten?

Clemens Pig: Die europäische Agentur-Allianz besteht aus 32 Mitgliedern quer über den Kontinent. Das sind staatliche, private, nationale und internationale Nachrichtenagenturen mit unterschiedlichen Anforderungen und Entwicklungsfeldern. Gerade deshalb ist die EANA als Ort des Dialogs und Erfahrungsaustauschs so wichtig. Trotz aller Unterschiede in den Agenturmodellen sind die externen Einflussfaktoren recht ähnlich und reichen von der hohen Inflation, dem geänderte Mediennutzungsverhalten, Desinformation und Fake News in den sozialen Netzwerken bis zu Cyber Security und Copyrights. Das overall dominante Konferenzthema war natürlich Artificial Intelligence mit den vielfältigen Auswirkungen auf unsere Redaktionen und auf unser Geschäft als Agenturen.

EANA-Präsident und APA-CEO Clemens Pig auf der Frühjahrskonferenz der European Alliance of News Agencies (EANA)

Ad Künstliche Intelligenz: Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen und worin die größten Herausforderungen für Medien und konkret für den Agenturjournalismus?

Ich beginne bei diesem Thema zunächst mit den massiven Risiken: Eine unkontrollierte generative AI kann zum Superspreader für Fake News werden und damit ganze demokratische Gesellschaften und deren Meinungsbildungsprozesse schwer beschädigen. Welcher Information und Nachricht – egal ob Text, Bild, Video – kann noch vertraut werden? Aus diesem Grund sehe ich eine große Chance für Trusted Content und Trusted AI von professionellen, unabhängigen Medienmarken. Saubere Nachrichten werden zukünftig so wichtig wie sauberes Wasser sein. Die zentralen Fragen lauten: Wie kann Qualitätscontent von Medien für die Userinnen und User sicher authentifiziert werden? Welche Gütesiegel gibt es? Wie können Desinformation und Fake News enttarnt werden? Wie können Medieninhalte in diesem Zusammenhang auch wirtschaftlich geschützt werden? Ich sehe Agenturen und Medien im AI-Zeitalter als Leuchttürme der zuverlässigen und faktenbasierten Informationsvermittlung und Nachrichtengebung.

Wie kann man den sicheren, verantwortungsvollen und den redaktionellen Standards entsprechenden Umgang mit generativen AI-Technologien sicherstellen? Gibt es Ideen oder bereits konkrete Pläne?

Es gibt hier eine Reihe von Maßnahmen. Die wichtigste heißt Transparenz: Wir müssen verstehen, wie diese Technologien funktionieren, damit wir sie gesamthaft einordnen können. Transparenz bedeutet auch, als Agentur oder Medienunternehmen eine klare Governance im Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu haben. Die APA verfügt bereits seit Längerem über eine eigene Richtlinie zum verantwortungsvollen Einsatz von AI. Ein wesentlicher Punkt dabei ist, dass wir im Basisdienst keine AI-generierten Bilder anbieten oder unsere Inhalte nicht für das Training von AI von externen Anbietern zur Verfügung stellen. Weiters geht es um Ausweispflichten: Beinhaltet ein Text auf Basis von strukturierten Daten Elemente von Künstlicher Intelligenz? Demgegenüber stehen Anwendungen, die Redaktionen massiv entlasten können, beispielsweise bei Beschlagwortungen oder Kürzungen von Texten. Es gilt, das richtige Augenmaß zu finden.            

Mit dem AI Act will die EU-Kommission einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa schaffen. Welche konkreten Punkte sollten aus Agentursicht darin verankert sein und weshalb?

Generell ist festzuhalten, dass die dringend notwendige Regulatorik für dieses Thema sehr oder zu spät kommt. Aus Sicht der Agenturen lauten die dringenden Fragen: Wie werden unsere professionellen Inhalte technologisch und wirtschaftlich geschützt? In welche Pflicht werden die großen Plattformen genommen? Was bedeutet Copyright in der AI?

Podiumsdiskussion zur Copyright-Frage im Kontext KI

Mit Věra Jourová, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, trat eine namhafte Gastrednerin bei der EANA-Konferenz auf. Was waren ihre Botschaften?

Zunächst freue ich mich sehr, dass wir mit Věra Jourová erstmals eine hohe Repräsentantin der Europäischen Kommission auf einer EANA-Konferenz begrüßen konnten. Der laufende Austausch ist sehr wichtig, um das Wissen und Verständnis über das Agenturgeschäft zu erhöhen und zu schärfen. Das ist ganz bestimmt gelungen. Die stellvertretende Kommissionspräsidentin begreift Nachrichtenagenturen als Key Player der europäischen Medienlandschaft. Zum Thema AI sehe ich seitens Věra Jourová den Versuch, den Einsatz der Technologie in Einklang mit dem Schutz der Userinnen und User zu bringen. Wie dieser Schutz konkret aussehen soll und ob er auch die Medien- und Agentur-Industrie umfasst, ist derzeit für mich offen. Jedenfalls haben wir seitens EANA die notwendigen Maßnahmen skizziert. Auf der Zeitachse muss man dennoch sehen, dass wir aus uns selbst heraus wesentlich früher, nämlich jetzt, aktiv werden müssen: eine Governance formulieren, die eigenen Inhalte schützen, Felder über den sicheren Einsatz von AI definieren, in die Kooperation gehen.

Věra Jourová, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission; Quelle: Twitter

Sie machen sich seit Jahren für Kooperationen stark. Welche gemeinsamen Initiativen oder Projekte setzen Nachrichtenagenturen derzeit? Wo steht man mit der Vision einer European NewsTech-Allianz?

Innovation und Kooperation sind unsere Lebensversicherung in diesem dramatisch transformierenden Umfeld. Niemand ist mehr in der Lage, die anstehenden Themen alleine zu lösen. Agenturen sind von ihrem Geschäftszweck her Kooperationsplattformen und es liegt in ihrer DNA, gemeinsame Lösungen und Services zu organisieren. Das ist moderner und notwendiger denn je. Ein wichtiges Kooperationsprojekt auf Ebene der Agenturen ist der gemeinsame Newsroom in Brüssel zur Stärkung einer pluralistischen und faktenbasierten Berichterstattung über Europa. In Brüssel selbst haben wir innerhalb der Gruppe der staatlich unabhängigen Nachrichtenagenturen ein Innovationsprojekt lanciert, bei dem wir AI mit unseren redaktionellen Diensten trainieren und neue Geschäftsmodelle auf internationaler Ebene starten wollen: Trusted Content und Trusted AI. Ein erster Schritt in eine europäische NewsTech-Allianz, wo wir Inhalte und Technologie zusammenbringen.      

Was sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie aus der Konferenz mitnehmen?

Es ist aktuell besonders wichtig, viel im Austausch zu sein, voneinander zu lernen und zu erkennen, dass gemeinsam schnellere und bessere Resultate erzielt werden. Und derartige Verbände oder Allianzen sind ja immer auch so etwas wie Selbsthilfegruppen: Wir alle haben dieselben Themen, man ist nicht alleine mit diesen Themen.

About EANA:
Die European Alliance of News Agencies (EANA) dient der Kooperation sowie dem Informations- und Erfahrungsaustausch europäischer Nachrichtenagenturen. Aufgabe der EANA ist es, die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder in allen relevanten Bereichen zu vertreten. Die EANA hat es sich zum Ziel gesetzt, die Tätigkeit der Mitglieds-Nachrichtenagenturen als Provider von „unbiased news“ sicherzustellen und weiter voranzutreiben. Die EANA unterstützt die Prinzipien der Pressefreiheit und fördert ihre Mitglieder dabei, stets auf Grundlage dieser Prinzipien zu arbeiten. Aktuell sind 32 Nachrichtenagenturen aus ganz Europa EANA-Mitglied.

EANA – The European Alliance of News Agencies

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Visual Trust: KI im Bild   https://value-news.apa.at/visual-trust-ki-im-bild/ https://value-news.apa.at/visual-trust-ki-im-bild/#respond Tue, 11 Apr 2023 07:28:19 +0000 https://value-news.apa.at/?p=6112 Sie wurden bereits auf Zeitungscovern, in Inseraten und in Film-Animationen gesichtet, in Social Media sowieso: Bilder, die mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert wurden. Nicht immer ist es offensichtlich, wie sie entstanden sind, geschweige denn, woher sie kommen. „Generative KI bezeichnet grundsätzlich Algorithmen, die zur Erstellung von Inhalten verwendet werden – in diesen Fällen Bilder, aber […]

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Sie wurden bereits auf Zeitungscovern, in Inseraten und in Film-Animationen gesichtet, in Social Media sowieso: Bilder, die mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert wurden. Nicht immer ist es offensichtlich, wie sie entstanden sind, geschweige denn, woher sie kommen. „Generative KI bezeichnet grundsätzlich Algorithmen, die zur Erstellung von Inhalten verwendet werden – in diesen Fällen Bilder, aber das können auch Audios, Videos, Texte oder Codes sein“, erklärt APA-Innovationsmanagerin Verena Krawarik. Es gibt dabei keine direkte menschliche Urheberschaft und auch die Quellen, aus denen die KI ihre Daten bezieht, sind intransparent. 

Mit den richtigen „Prompts“, also Anweisungen an den Computer, lassen sich beliebige Illustrationen zu allen möglichen Themen in Sekundenbruchteilen erstellen. Was bedeutet diese Entwicklung für Bildagenturen, deren Versprechen es ist, die richtigen Bilder für die Medien ihrer Kund:innen bereitzustellen? „Bei den großen, internationalen Anbietern wird diese Frage bisher durchaus unterschiedlich beantwortet: Manche schließen KI-generierte Bilder generell aus, manche vermarkten sie einfach als eine weitere Form von Illustrationen“, weiß Bildexpertin Luzia Strohmayer-Nacif, die auch Präsidentin des Bundesverbands professioneller Bildanbieter e.V. ist.

Knackpunkt Urheberrecht

Knackpunkt hierbei sei vielfach der rechtliche Aspekt: Wer ist Urheber:in eines KI-Bildes? Wie lässt sich feststellen, welches Ausgangsmaterial von der Maschine für ein neu generiertes Bild genutzt wurde? Oder liegt die intellektuelle menschliche Leistung in der Erstellung und Verfeinerung der passenden Prompts? Derzeit gebe es kein Copyright für „machine images“, so Strohmayer-Nacif. In der Bildagentur der APA setzt man der KI bei der Bilderstellung enge Grenzen, als Gründe nennt Strohmayer-Nacif „das faktische, unverfälschte Pressebild als Teil des Markenkerns. Wir haben klar entschieden, KI-generierte Bilder aus lizenzrechtlichen Gründen derzeit nicht in unser Portfolio aufzunehmen. Das passt nicht zu unserem Versprechen eines 100-prozentig rechtssicheren Bildangebotes, das den Anspruch hat, die Wirklichkeit widerzuspiegeln.“

Authentische Pressefotografie vs. „täuschend echt“

Katharina Schell, stv. APA-Chefredakteurin, betont diese Haltung auch aus der Perspektive des Qualitätsjournalismus: „APA-Fotografinnen und -Fotografen stehen für qualitativ hochwertige und authentische Pressefotografie. Unsere Qualitätskriterien verbieten jegliche Bildmanipulation, zudem müssen sich die APA-Kund:innen darauf verlassen können, dass die Rechtslage jedes von der APA verbreiteten Bildes einwandfrei geklärt ist. Wir haben nicht erst seit gestern eine Diskussion über einen Vertrauensverlust in Medien. Wenn die User:innen mit ‚täuschend echten‘ Bildern konfrontiert werden, ohne zu wissen, wie diese entstanden sind, ist es über kurz oder lang kein Wunder, wenn sie sich getäuscht fühlen. Ein Hinweis, wie das Bild erstellt wurde, so ausführlich wie möglich – etwa auch mit Offenlegung des Prompts – , ist deshalb angebracht. Künftig wäre zu überlegen, ob man die Eigenschaft ‚von einer KI generiert‘ auch als (maschinenlesbares) Metadatum inkludiert.“   

Dass die APA auch Ressourcen in das Erkennen von KI-generierten Bildern steckt, liegt nahe. Neben der Notwendigkeit für den Faktencheck-Bereich widmet man sich dem Thema auch intensiv in Forschungsinitiativen. „Unser Ziel ist dabei stets, die umfassende Transparenz aufrecht zu erhalten und eine eindeutige Kennzeichnung zu gewährleisten“, ergänzt Krawarik.  

Schell: „Ich bin auch der Meinung, dass sich Journalist:innen gut überlegen sollten, warum und an welcher Stelle in ihren Workflows sie KI einsetzen. Warum verwende ich ein Bild von Dall-E oder Midjourney anstatt eines ‚echten‘? Weil es kein passendes ‚echtes‘ gab? Warum gab es denn kein ‚echtes‘? Weil ich nicht lange genug gesucht habe? Oder vielleicht, weil ich eine Realität zeigen will, die so gar nicht existiert? Das sind publizistische, ethische und strategische Fragen, denen sich Redaktionen in diesem Zusammenhang dringend stellen müssen.“

Sich die Kraft der Maschine zunutze machen 

Wichtige Einsatzgebiete von AI in der APA liegen hingegen in der Automatisierung von Prozessen. Unter anderem lässt man sich bei datenbasierten Aufgaben wie der Bildersuche, konkret bei der Gesichtserkennung auf Bildern unterstützen. Zu diesem Zweck hat ein interdisziplinäres Team aus APA-PictureDesk, APA-Tech und externen Profis eigens eine KI trainiert, um in der PictureDesk-Datenbank optimale Ergebnisse zu den meistgesuchten Personenbildern zu liefern. Bildexpertin Strohmayer-Nacif: „Im Zuge des durch das aws [Austria Wirtschaftsservice] geförderten Projekts Visual.Trust.AI wurden Trainingssets von Personen öffentlichen Interesses hinterlegt. Der Index umfasst derzeit die 1.400 in APA-Datenbanken meistgesuchten Menschen. Der Datenbestand ist also österreich- und branchenspezifisch und aufgrund des eigenen Bestandes rechtssicher. Zusätzlich werden die Ergebnisse nach dem Training noch manuell überprüft, es handelt sich schließlich um sensible personenbezogene Daten.“  

Der Nutzen für Userinnen und User sind treffsichere, schnellere Suchergebnisse – der entsprechende Filter wird im Laufe des Frühjahrs auf picturedesk.com freigeschalten. Auch in weiteren APA-Produkten wie Datenbanken von Kundinnen und Kunden oder in Medienbeobachtungsservices für die PR kann die Technologie die Suche erleichtern. 

Vertrauenswürdige KI 

Im Zuge des Förderprojekts entstand außerdem eine Leitlinie für die gesamte APA-Gruppe, „die wir uns für den zukünftigen Umgang mit KI selbst auferlegt haben“, erläutert Krawarik „all diese ethischen, rechtlichen und inhaltlichen Fragen haben wir darin festgehalten und etwa mit Checklisten konkret operationalisierbar für die Projektarbeit gemacht. Wichtige Aspekte sind hier z.B. auch die Erklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit von KI-Modellen. Zusätzlich haben wir die aktuellen Entwicklungen, etwa rund um den EU AI Act und die Empfehlungen der involvierten Institutionen, laufend im Blick.“ 

Ein imposantes Beispiel für die Risken generativer AI lieferte kürzlich unter anderem ein „fake“ KI-Bild rund um Donald Trump. Bilder seiner angeblichen Verhaftung fluteten Soziale Medienräume und schafften es sogar auf Zeitungscovers. „News-Fotos sahen und sehen wir als Dokumente der Zeitgeschichte. Manipulation über Bildausschnitt, Photoshop & Co. finden seit Erfindung des Mediums statt. Neu ist allerdings, dass dies nun die Maschine allein kann und neu ist auch die gigantische Skalierbarkeit. Die Auswirkungen auf unseren Blick auf Bilder sind noch nicht absehbar. In der APA werden wir die Entwicklungen genauestens mitverfolgen und KI nach qualitätsjournalistischen Maßstäben zum Einsatz bringen. Ein nächster konkreter Schritt wird sein, die KI-Leitlinie um den Game Changer ‚Generative AI‘ zu erweitern”, schließt Strohmayer-Nacif. 

PODCAST von WDR 5
APA-Verification Officer Florian Schmidt und weitere Faktencheck-Profis sprechen in „Töne, Texte, Bilder“ über Anhaltspunkte für das Erkennen KI-generierter Bilder, weshalb menschliche Kompetenzen umso wichtiger werden, die länderübergreifende Vernetzung von Faktenchecker:innen u.v.m..
Wie künstliche Intelligenz Fotos fälscht – WDR 5

Artikel zur KI-Diskussion auf derstandard.at
Wie Medien mit Fake-Fotos und KI-generierten Bildern umgehen (sollten) – Netzpolitik – derStandard.at › Web u.a. mit APA-PictureDesk-Leiterin Luzia Strohmayer-Nacif und stv. APA-Chefredakteurin Katharina Schell

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APA präsentiert neue AI-Strategie „APA Trusted AI“ https://value-news.apa.at/apa-praesentiert-neue-ai-strategie-apa-trusted-ai/ https://value-news.apa.at/apa-praesentiert-neue-ai-strategie-apa-trusted-ai/#respond Mon, 13 Mar 2023 09:31:08 +0000 https://value-news.apa.at/?p=5913 Neben Digital Workplace und Digital Platforms bildet das Innovationsfeld Data & AI die dritte Säule in der aktuellen Digital-Strategie der APA-Gruppe. Im Rahmen einer Veranstaltung, die Anfang März im APA-Pressezentrum stattfand, stellte APA-CEO Clemens Pig in seiner Keynote die Eckpunkte der künftigen AI-Strategie APA Trusted AI für Journalismus und Kommunikation vor.  „Trusted AI ist die logische Weiterentwicklung von Trusted Content. Die APA beschäftigt sich […]

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Neben Digital Workplace und Digital Platforms bildet das Innovationsfeld Data & AI die dritte Säule in der aktuellen Digital-Strategie der APA-Gruppe. Im Rahmen einer Veranstaltung, die Anfang März im APA-Pressezentrum stattfand, stellte APA-CEO Clemens Pig in seiner Keynote die Eckpunkte der künftigen AI-Strategie APA Trusted AI für Journalismus und Kommunikation vor. 

„Trusted AI ist die logische Weiterentwicklung von Trusted Content. Die APA beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Artificial Intelligence und setzt als First Mover bereits jetzt zahlreiche AI-Bausteine in ihren Produktions- und Geschäftsprozessen im Text-, Speech- oder Visualbereich ein. Deshalb haben wir uns auch eine eigene Richtlinie zum verantwortungsvollen und transparenten Einsatz von AI in der APA gegeben. Mit generativer AI sind jetzt neue mächtige Werkzeuge im Vormarsch, die in sichere Hände und in ein sicheres Umfeld gehören. Dieses Umfeld ist das faktenbasierte und zuverlässige genossenschaftliche Ökosystem der APA“, so APA-CEO Clemens Pig.

Neue AI-Strategie

Die neue AI-Strategie setzt auf umfassenden Analysen der APA über Einsatzgebiete und Anforderungen künstlicher Intelligenz im österreichischen Medien- und Kommunikationsmarkt auf, u.a. auf der Studie AI.AT.Media, und definiert die einzelnen AI-Handlungsfelder und Tools in der Nachrichtenagentur. Eine eigens entwickelte Leitlinie zum Umgang mit künstlicher Intelligenz bildet die Governance von der technologischen Entwicklung bis zum Rollout redaktioneller AI-Services der APA.

Die Handlungsfelder von APA Trusted AI sind:

  • Integration von AI-Tools in APA-Produktionswerkzeuge
    Speech-to-Text-Lösungen, Gesichts- und Logoerkennung, Automated Abstracting, Text Assistants und weitere

  • Integration von AI-Tools in die APA-Produktwelt für Journalismus und Kommunikation
    APA-Signals (Inhaltemonitoring, -gewichtung und -darstellung), Text to other formats, Media Topics, Datenjournalismus, defalsif-AI (Medienforensisches Werkzeug zur Identifikation von Fake News) und weitere

  • Forschung und Governance rund um AI-Tools
    Studien, Guidelines, Bedarfserhebung, Kooperationen, Trainingsinitiativen, Innovationspartnerschaften und weitere

Für einen raschen Transfer in das genossenschaftliche Ökosystem der APA werden einzelne Projekte wie APA-Signals im Rahmen einer Transformationskooperation mit Google umgesetzt.

Generative AI ist „derzeit kein journalistisches Recherchetool“, machte Pig deutlich, „GPT-basierte Technologien sind jedoch potenziell mächtige Werkzeuge, um die Erstellung, Verarbeitung und Analyse von Inhalten zu unterstützen.“

Expert:innen-Gruppe Trusted AI

Für die Erarbeitung und Umsetzung von APA Trusted AI sind rund zehn Expertinnen und Experten im APA-medialab, dem digitalen Innovationszentrum der APA, im Einsatz. Die Koordination und Leitung erfolgt durch Verena Krawarik (Head of Innovation Management), Katharina Schell (stv. Chefredakteurin) und Andreas Mauczka (Chief Digital Officer). Im Bereich neuer digitaler Berufsbilder hat die APA seit März auch die Stelle eines Prompt Engineer zur Optimierung AI-gestützter Anwendungen besetzt.

Die APA als daten- und AI-basierte Produktionsplattform

Als strategisches Ziel der neuen AI-Strategie nennt Pig „die Weiterentwicklung der Nachrichtenagentur vom multimedialen Inhalte-Lieferanten zu einer daten- und AI-basierten Produktionsplattform. Die APA war schon immer eine organisatorische Plattform für gemeinsame Produkte und Lösungen. In einer digitalen Interpretation unseres Grundauftrages entwickeln wir uns jetzt zu einer kollaborativen Plattform, die eng mit den Produktionssystemen der Medien verbunden ist und einen nahtlosen Zugang zu APA-Lösungen wie Trusted AI ermöglicht. Eine konkrete Vision ist die Entwicklung eines österreichischen AI-Medienhub als gemeinsamer Wissensraum der heimischen Medienunternehmen, in dem künstliche Intelligenz auf Basis faktenbasierter Informationen genutzt werden kann“, so Pig.

Video zur Keynote „APA Trusted AI“ im Rahmen der Veranstaltung zum #APA-Playbook am 9. März 2023

Studie AI.AT.Media

APA-Leitlinie zum Umgang mit künstlicher Intelligenz

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Ein Jahr Krieg – „Saubere Information wichtig wie sauberes Wasser“ https://value-news.apa.at/ein-jahr-krieg-saubere-information-wichtig-wie-sauberes-wasser/ https://value-news.apa.at/ein-jahr-krieg-saubere-information-wichtig-wie-sauberes-wasser/#respond Tue, 21 Feb 2023 12:20:57 +0000 https://value-news.apa.at/?p=5862 Zum Anlass des Jahrestags des Ukraine-Kriegs verweist APA-Geschäftsführer Clemens Pig auf die Bedeutung von faktenbasierter Berichterstattung. „Qualitätsmedien müssen in Zeiten von Fake News und Desinformation der Hafen gesicherter Informationen bleiben. Ich vergleiche saubere Information mit sauberem Trinkwasser“, sagte er der Tiroler Tageszeitung. Im Zusammenhang mit dem Krieg „gab es 900 Anschläge auf die Pressefreiheit, zehn […]

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Zum Anlass des Jahrestags des Ukraine-Kriegs verweist APA-Geschäftsführer Clemens Pig auf die Bedeutung von faktenbasierter Berichterstattung. „Qualitätsmedien müssen in Zeiten von Fake News und Desinformation der Hafen gesicherter Informationen bleiben. Ich vergleiche saubere Information mit sauberem Trinkwasser“, sagte er der Tiroler Tageszeitung. Im Zusammenhang mit dem Krieg „gab es 900 Anschläge auf die Pressefreiheit, zehn Todesfälle von Journalisten.“

Medien befänden sich im Spannungsfeld, ergänzte Pig. „Jede Kriegspartei, ob aktiv oder nicht, beteiligt sich unbestritten am Informationskrieg.“ Gerade von autoritären Regimen, ihren Nachrichtenagenturen und den Trollfabriken gingen gezielte Desinformationskampagnen aus – gepaart mit harter Zensur bis hin zu physischer Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten. „Diktatoren fürchten nichts mehr als die Wahrheit.“

Für Medien könne es daher „nur einen Weg geben: bestmöglich bei den Fakten bleiben, sich bei keinen Spekulationen beteiligen, ausgewogen berichten. Das geht nur mit Quellenvielfalt und mit Überprüfung der Quellen.“ Sollten Fehler passieren, sei sofort darauf hinzuweisen und zu korrigieren. Unabdingbar ist für den APA-Chef auch „der gesicherte wirtschaftliche Rahmen für Medien, damit auch genügend Redakteure vorhanden sind, um einen gewissenhaften Job erfüllen zu können“.

Staatliche Nachrichtenagenturen dienten als Instrument der Soft-Power, erklärte Pig, der auch Präsident der Europäischen Nachrichtenagentur-Allianz (EANA) ist. Allein die chinesische Staatsagentur Xinhua habe 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit mehr als alle europäischen unabhängigen Nachrichtenagenturen zusammen. „Wir müssen darangehen, unabhängige Agentur-Redaktionen in Europa mit ausreichend Journalisten auszustatten und teilweise wieder aufzustocken. Liberale Demokratien brauchen freie Medien, oder sie hören auf, liberale Demokratien zu sein.“

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine führe auch vor Augen, dass der Weg zu autoritären Regimen „ein dreistufiger“ sei: „Zuerst wird die Opposition ausgeschaltet, die unabhängige Justiz wird unter staatliche Kontrolle gesetzt und dann sind die unabhängigen Medien an der Reihe. Und ja, da bräuchten wir nicht nur nach Russland schauen, um das zu erkennen. Es reicht der Blick zu manch östlichem Nachbarn.“

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APA-CEO-Talk mit Caro Kriel, CEO Thomson Foundation https://value-news.apa.at/apa-ceo-talk-mit-caro-kriel-ceo-thomson-foundation/ https://value-news.apa.at/apa-ceo-talk-mit-caro-kriel-ceo-thomson-foundation/#respond Mon, 20 Feb 2023 13:25:31 +0000 https://value-news.apa.at/?p=5800 Daten – und was wir damit tun  „Ich denke, Daten sind das Thema, mit dem sich jede Organisation heutzutage auseinandersetzen muss, ob Medien oder andere“, so Kriels thematischer Einstieg. Sie gab Einblicke, wie bei CNN Daten besonders erfolgreich als redaktionelle Entscheidungsbasis eingesetzt wurden. Denn „Daten sind für mich komplett unnütz – wenn sie falsch sind […]

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Daten – und was wir damit tun 

„Ich denke, Daten sind das Thema, mit dem sich jede Organisation heutzutage auseinandersetzen muss, ob Medien oder andere“, so Kriels thematischer Einstieg. Sie gab Einblicke, wie bei CNN Daten besonders erfolgreich als redaktionelle Entscheidungsbasis eingesetzt wurden. Denn „Daten sind für mich komplett unnütz – wenn sie falsch sind oder wenn nicht danach gehandelt wird“, betonte Kriel. Ein wichtiger Faktor sei auch, auf dieser Basis zu entscheiden, auf welche Story verzichtet werden könne – ebenso wichtig wie sich für ein Thema zu entscheiden. Denn Journalist:innen hätten begrenzte Ressourcen und könnten nicht immer noch mehr und mehr Aufgaben oder Themen übernehmen. 

Clemens Pig (APA-CEO), Caro Kriel (CEO Thomson Foundation) und Katharina Schell (stv. APA-Chefredakteurin) beim CEO-Talk im APA-Pressezentrum

Transformation durch Lernen

Feedback und Lernen seien extrem wichtige Faktoren für erfolgreiche Transformation, so Kriel. Nicht nur die großen Awards und Preise seien bedeutend, sondern „auf die kleinen Erfolge zu schauen, auf die kleinen Misserfolge – und die großen Misserfolge, und zwar regelmäßig. Was ich versucht habe, ist, eine Methode zu finden, wie die Menschen aus diesen Erfahrungen lernen können, doch ohne eingeschüchtert zu sein,“ also in einer sicheren Atmosphäre, beschreibt Kriel einen nötigen „Learning Loop“. 

Das Ziel im Auge behalten

Transformation sei ein anstrengender und oft schmerzhafter Prozess. Essenziell sei deshalb dabei, das Ziel im Auge zu behalten und sich ständig zu fragen: „Warum tun wir das?“. „Waren Sie schon einmal in einem Geschäft und haben vergessen, was Sie dort eigentlich wollten?“, beschreibt Sie das Phänomen – Wandel sei kein Selbstzweck und müsse immer dem übergeordneten Ziel dienen.  

Die Schwierigkeit dabei sei, zu akzeptieren, dass die Transformation in der Digitalisierung niemals zu Ende gehe. Die Technologie und das Nutzer:innenverhalten verändern sich ständig, und Medien müssten sich laufend darauf einstellen. „Man ist niemals am Ziel“, so Kriel, das könne frustrierend sein – aber auch höchst inspirierend.  

Gefahren und Begeisterung 

Auf die Frage, welche aktuellen Medien- und Innovationstrends derzeit für sie selbst am spannendsten seien, antwortet die Medienmanagerin: „Womit ich mich wirklich leidenschaftlich befasse, ist die Art von Journalismus, die meine Organisation unterstützt. Es gibt viele Orte, an denen es sehr schwierig ist, als Journalist:in zu leben oder zu überleben. Wenn man dann sieht, wie ein Nachrichtenmedium dort mit einer neuen Website oder App Content monetarisieren und 70 Prozent Wachstum verzeichnen kann – das begeistert mich wirklich sehr. Denn ich denke, das ist die Kraft von Journalismus. Das mitzuerleben, gibt einem das Gefühl: Was wir tun, ist von Bedeutung.“ 

Caro Kriel, Chief Executive | Thomson Foundation

Thomson Foundation

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Medien-Login-Plattform MediaKey startet Mitte Oktober https://value-news.apa.at/medien-login-plattform-mediakey-startet-mitte-oktober/ https://value-news.apa.at/medien-login-plattform-mediakey-startet-mitte-oktober/#respond Thu, 29 Sep 2022 06:21:07 +0000 https://value-news.apa.at/?p=5274 MediaKey bietet eine gemeinsame, sichere und vertrauenswürdige Single-Sign-On-Lösung für die teilnehmenden Medien und deren UserInnen. Mittels E-Mail-Adresse und Passwort erhalten Userinnen und User rasch und einfach Zugang zu Inhalten der Medienpartner und profitieren von einer leicht bedienbaren Selbstverwaltung der eigenen Daten. Durch die eindeutige Identifizierung können ohne zusätzliche Eingabemasken und über unterschiedliche Endgeräte hinweg Inhalte […]

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MediaKey bietet eine gemeinsame, sichere und vertrauenswürdige Single-Sign-On-Lösung für die teilnehmenden Medien und deren UserInnen. Mittels E-Mail-Adresse und Passwort erhalten Userinnen und User rasch und einfach Zugang zu Inhalten der Medienpartner und profitieren von einer leicht bedienbaren Selbstverwaltung der eigenen Daten. Durch die eindeutige Identifizierung können ohne zusätzliche Eingabemasken und über unterschiedliche Endgeräte hinweg Inhalte personalisiert, Artikelarchive angelegt oder Kommentare in Foren abgegeben werden.

Die APA fungiert im Projekt MediaKey als technischer Provider und neutrale Plattform der Medien. Zum Start wird der MediaKey-Login über folgende Medienplattformen übergreifend möglich sein: ORF, Mediengruppe Österreich, Oberösterreichische Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, Vorarlberger Nachrichten und der ebenfalls durch die APA betriebene Austria-Kiosk.

Medienministerin Susanne Raab: „Der MediaKey erzeugt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Einerseits hilft er den Medienkonsumentinnen und Medienkonsumenten, medienübergreifend, niederschwellig und rechtssicher Zugang zu Digitalangeboten der teilnehmenden Anbieter zu erhalten. Andererseits zeigt der MediaKey, wie Kooperation zwischen Anbietern im besten Fall funktionieren kann und hilft somit, den österreichischen Medienstandort als Gesamtes zu stärken.“

Medienministerin Susanne Raab (Mitte) erhielt von APA-Geschäftsführerin Karin Thiller (links) und APA-CEO Clemens Pig mit einem symbolischen Zertifikat als „erste Userin“ Zugang zur Registrierung.

„Angesichts digitaler Herausforderungen und der Dominanz der globalen Tech-Giganten sind medienübergreifende Kooperationen das Gebot der Stunde. Wir freuen uns sehr, mit MediaKey einen weiteren Pfeiler eingeschlagen zu haben“, so Roland Weißmann, Generaldirektor des ORF.

Markus Mair, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ): „MediaKey ebnet den Verlagen weitere Wege zur LeserInnenbindung und Monetarisierung ihrer Inhalte. Als Vertreter privater Medienhäuser sehen wir jegliche Zusammenarbeit und das Heben von Synergien innerhalb der Branche als unverzichtbare Erfolgsfaktoren.“

„MediaKey ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Reihe branchenübergreifender Kooperationsprojekte – mit dem Ziel, den heimischen Medienmarkt insgesamt zu stärken und die Monetarisierungs- und Digitalisierungsstrategien der Medienhäuser über mehrere Ebenen hinweg zu unterstützen. Die APA steht den heimischen Medien hier einmal mehr als neutrale digitale Drehscheibe zur Verfügung. Über dieses Vertrauen freuen wir uns sehr“, sagten APA-CEO Clemens Pig und APA-Geschäftsführerin Karin Thiller.

Folgende Medienunternehmen sind teilnehmende Partner von MediaKey:
Kleine Zeitung
Kurier
Mediengruppe Österreich
Oberösterreichische Nachrichten
Österreichischer Rundfunk (ORF)
Tiroler Tageszeitung
Vorarlberger Nachrichten
Austria-Kiosk

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Mediengipfel: Nachrichtenagenturen im Spannungsfeld https://value-news.apa.at/mediengipfel-nachrichtenagenturen-im-spannungsfeld/ https://value-news.apa.at/mediengipfel-nachrichtenagenturen-im-spannungsfeld/#respond Fri, 13 May 2022 07:05:04 +0000 https://value-news.apa.at/?p=4857 Der Wettbewerb zwischen unabhängigen Nachrichtenagenturen und Staatsagenturen wird zunehmend härter. Dies berichtete APA-Geschäftsführer Clemens Pig beim 14. Europäischen Mediengipfel, der von 21. bis 23. April 2022 in Lech am Arlberg stattfand. Der „Club der Unabhängigen“ reagiere auf diese Herausforderung mit mehr Kooperationen bei Digital-Plattformen, Innovationen und redaktionellen Formaten wie Faktenchecks, so Pig, der derzeit auch […]

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Der Wettbewerb zwischen unabhängigen Nachrichtenagenturen und Staatsagenturen wird zunehmend härter. Dies berichtete APA-Geschäftsführer Clemens Pig beim 14. Europäischen Mediengipfel, der von 21. bis 23. April 2022 in Lech am Arlberg stattfand. Der „Club der Unabhängigen“ reagiere auf diese Herausforderung mit mehr Kooperationen bei Digital-Plattformen, Innovationen und redaktionellen Formaten wie Faktenchecks, so Pig, der derzeit auch Präsident der europäischen Agentur-Allianz EANA (European Alliance of News Agencies) ist.

Staatliche Nachrichtenagenturen wie die chinesische Xinhua oder die türkische Anadolu produzierten inzwischen in zwölf Weltsprachen. Xinhua habe mit rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern doppelt so viele Leute wie alle unabhängigen europäischen Nachrichtenagenturen zusammen. Pig sprach von einer „Professionalisierung von staatlichen Nachrichtenagenturen“.

APA-CEO Clemens Pig im Zuge seiner Keynote „News behind the scenes: Europäische Nachrichtenagenturen unter Druck“

Staatsagenturen wollen demnach regierungsgesteuerte Nachrichten weltweit ausliefern, um Lufthoheit über die globalen Nachrichtenströme zu erlangen. Sie dienten zunehmend als Instrument der Soft-Power. Die Antwort der unabhängigen Nachrichtenagenturen auf diese Entwicklung sei eine Vertiefung der Zusammenarbeit und die wirtschaftliche Absicherung durch Diversifizierung und Digitalisierung. Demnächst startet etwa ein gemeinsamer EU-Newsroom von 15 europäischen Nachrichtenagenturen in Brüssel. Leitbild aller Aktivitäten: „Redaktionelle Unabhängigkeit durch wirtschaftliche Stärke.“

Liberale Demokratien brauchen laut Pig unabhängige Nachrichtenagenturen. Erster Schritt auf dem Weg zu autokratischen und diktatorischen Gesellschaften sei hingegen die Ausschaltung von freien Medien und Nachrichtenagenturen. Für Nachrichtenagenturen besonders herausfordernd sei der aktuelle „War on Information“ rund um die brutale militärische Invasion Russlands in die Ukraine. Diese werde von einem Krieg der Propaganda und medialen Desinformation begleitet. Seriöse Medien könnten dem nur mit glaubwürdigem und vertrauenswürdigem Journalismus begegnen.

Die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform erhält von der EANA derzeit viel Unterstützung. Finanzielle Mittel für Kommunikationssysteme sowie redaktionelle Dienste werden der Ukrinform entgeltfrei zur Verfügung gestellt. „Dies soll dabei helfen, die ukrainische Öffentlichkeit trotz der eingeschränkten Ressourcen ausgewogen und zuverlässig informieren zu können.“

Die Arbeitsbedingungen für ukrainische Journalistinnen und Journalisten nannte Pig erschütternd: „Journalistisches Arbeiten erfolgt bei Luftalarm aus U-Bahn-Schächten, die Kolleginnen und Kollegen verstecken sich in privaten Appartements, zu manchen hat die Agenturleitung über Tage keinen Kontakt. Es gibt keine oder zu wenig Schutzwesten. Das alles ist sehr bedrückend.“

Die russische Staatsagentur TASS wurde unterdessen von der EANA suspendiert. Bei einer Generalversammlung im Mai könnte es zum Ausschluss der Staatsagentur kommen, die ihre Propaganda seit Kriegsbeginn aufgrund der gesetzlichen Vorgaben noch einmal verstärkt hat. „Die Suspendierung einer Nachrichtenagentur ist in der Geschichte der EANA einmalig“, so Pig. Die TASS galt immer schon als staatliches Sprachrohr, der englische Dienst hatte aber traditionell ausgewogener und offener berichtet. Mit den neuen russischen Mediengesetzen sei dies jedoch Geschichte gewesen.

Podiumsdiskussion über „Die Suche nach der Wirklichkeit – Medien zwischen Fake und Fakten

Katharina Schell, Mitglied der APA-Chefredaktion, moderierte im Rahmen des Europäischen Mediengipfels 2022 eine hochkarätig besetzte Runde über Strategien gegen digitale Desinformation.

Es diskutierten (v.l.): Katharina Schell (APA, Moderation), Patricio Hetfleisch (Medienexperte), Otmar Lahodynsky (Association of European Journalists), Alexandra Föderl-Schmid (SZ), Gerold Riedmann (VN) und Matthias Sutter (Verhaltensökonom)

Medienexperte Patricio Hetfleisch hielt zunächst ein unausgewogenes Kräfteverhältnis fest: Weltweit sei das Verhältnis von PR-Fachkräften zu Journalisten 6:1. „Sechs PR-Experten beackern im Schnitt einen Journalisten. Dieses Verhältnis ist dramatisch. Und es werden nicht mehr Journalisten, sondern weniger. In den letzten zehn Jahren sind allein in den USA 20 bis 25 Prozent aller journalistischen Jobs verlorengegangen.“ Opfer sei die Bevölkerung, wenn Journalismus nicht mit den entsprechenden Ressourcen untermauert sei. Als Beispiel nannte er die massive Informations- bzw. Desinformationswelle in Russland, bereits Jahre vor Beginn des aktuellen Ukraine-Krieges. „Die Bevölkerung in Russland glaubt das Narrativ aus dem Kreml. Es ist die Bevölkerung, die das erste Opfer dieser Art und Weise der konstruierten Realität basierend auf Machtinteresse ist.“

Otmar Lahodynsky, Ehrenpräsident der Association of European Journalists, berichtete von direkter „Einflussnahme russischer Trolle“ etwa auf Wikipedia-Artikel und positionierte sich zum EU-weiten Verbreitungsverbot von „Russia Today“ und „Sputnik“: „Das war umstritten. Aber soll man wirklich Propaganda erlauben, weiter Lügen verbreiten lassen? Insofern war das Verbot dieser Sender durchaus gerechtfertigt“, so Lahodynsky.

„Wir müssen den Mehrwert des Journalismus unter Beweis stellen und es muss die Bereitschaft da sein, für diesen Journalismus zu bezahlen“, so Alexandra Föderl-Schmid, stv. Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung. In den USA hätten während der Trump-Ära die bekanntesten Qualitätsmedien wie die Washington Post und NYT einen massiven Zuwachs erfahren. Auch bei der SZ seien die Digitalabonnements während der Coronakrise deutlich gestiegen. Föderl-Schmid: „Ich glaube tatsächlich, dass für Qualitätsmedien eine Chance darin steckt. Wir können uns mit unserer Arbeit und unseren Rechercheaufgaben von der Flut auf Sozialen Medien unterscheiden.“  

VN-Chefredakteur Gerold Riedmann stellte die Frage, wer denn definiere, was Journalismus sei und was nicht. „Ich erinnere mich, dass mein erster Journalistenausweis – entweder in Deutschland oder in Österreich – vom Innenminister unterschrieben war. Als Journalist habe ich mich damals geschämt.“ Und er hielt fest: „Nur mit Transparenz kann Vertrauen hergestellt werden.“

Video-Aufzeichnungen:

„NEWS BEHIND THE SCENES: EUROPÄISCHE NACHRICHTENAGENTUREN UNTER DRUCK“ (Keynote Clemens Pig)

„DIE SUCHE NACH DER WIRKLICHKEIT – MEDIEN ZWISCHEN FAKE UND FAKTEN“ (Podiumsdiskussion)

Interview mit APA-CEO Clemens Pig und APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger im Rahmen einer Kooperation mit der
Medienakademie/Mediengipfel Lech:

Ukrainische Journalisten: Mit schusssicheren Westen im Kampf um Informationen

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War on Information: „Solidarität und Support für ukrainische Nachrichtenagentur“ https://value-news.apa.at/war-on-information-solidaritaet-und-support-fuer-ukrainische-nachrichtenagentur/ https://value-news.apa.at/war-on-information-solidaritaet-und-support-fuer-ukrainische-nachrichtenagentur/#respond Thu, 31 Mar 2022 06:58:43 +0000 https://value-news.apa.at/?p=4738 Welche Folgen des Ukraine-Kriegs zeigen sich bisher auf internationaler Ebene der Nachrichtenagenturen? Pig: Nachrichtenagenturen sind hier ganz unmittelbar betroffen, da die brutale militärische Invasion Russlands von einem Krieg der Propaganda und der medialen Desinformationen begleitet wird. Die APA ist Mitglied der europäischen Agentur-Allianz EANA, der ich als Präsident vorstehen darf. Der Vorstand der EANA hat […]

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Welche Folgen des Ukraine-Kriegs zeigen sich bisher auf internationaler Ebene der Nachrichtenagenturen?

Pig: Nachrichtenagenturen sind hier ganz unmittelbar betroffen, da die brutale militärische Invasion Russlands von einem Krieg der Propaganda und der medialen Desinformationen begleitet wird. Die APA ist Mitglied der europäischen Agentur-Allianz EANA, der ich als Präsident vorstehen darf. Der Vorstand der EANA hat am 27. Februar 2022 – also kurz nach Kriegsbeginn und nach Einsetzen der russischen Medienzensur – einstimmig eine sehr weitreichende Maßnahme gesetzt und die sofortige Suspendierung der russischen Nachrichtenagentur TASS von der europäischen Agenturallianz beschlossen. Eine außerordentliche Generalversammlung aller europäischen Mitglieder folgt im Mai – hier wird über einen möglichen Ausschluss der TASS aus der EANA entschieden. 

Die Suspendierung einer Nachrichtenagentur ist in der Geschichte der EANA, die 1956 gegründet wurde, einmalig. Hintergrund ist ein Mediendekret in Russland, erlassen durch die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor. Dieses schreibt allen russischen Medien unter Androhung harter Strafen vor, dass nur noch offizielle Regierungsstellen als Quellen für Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine dienen dürfen. Weiters verbietet dieses Dekret allen russischen Medien Begriffe wie „Invasion“, „Krieg“ oder „Einmarsch“.

Eine unvoreingenommene, adäquate Berichterstattung, die bei einer Mitgliedschaft in der EANA stets das Grundprinzip und Ziel sein muss, ist im Falle der TASS in vielerlei Hinsicht nicht mehr möglich. Dabei wurde die TASS immer schon als staatliche Nachrichtenagentur und staatliches „Sprachrohr“ eingestuft. Der englischsprachige Dienst der TASS hat bisher traditionell etwas ausgewogener und offener berichtet, was jetzt aufgrund der Erlässe der Roskomnadsor natürlich nicht mehr der Fall ist. Der Bilderdienst der TASS zeigt zwischenzeitlich in den Bildbeschreibungen teilweise ukrainische Hoheitsgebiete als russische an. Wir haben somit den Bilderdienst der TASS vom Netz genommen – konkret bei APA-PictureDesk, weil hier viele Userinnen und User zugreifen, die keine Journalisten oder Journalistinnen sind und damit eine professionelle Einordnung nicht gewährleistet werden kann.

Die ukrainische Nachrichtenagentur UKRINFORM ist EANA-Mitglied, in welcher Form erhält sie Unterstützung?

Der gesamte Vorstand der EANA hat der UKRINFORM volle Solidarität und Unterstützung ausgesprochen. Diese Unterstützung zeigt sich etwa in der Finanzierung von alternativen Kommunikationssystemen, falls das Internet als Kommunikationsmittel ausfallen sollte, oder auch im entgeltfreien Bezug der redaktionellen Basisdienste westlicher Agenturen. Eine ganze Reihe von europäischen Nachrichtenagenturen ist diesem Beispiel gefolgt und hat die internationalen redaktionellen Dienste entgeltfrei zur Verfügung gestellt. Dieser Schritt soll dabei helfen, die ukrainische Öffentlichkeit trotz der eingeschränkten Ressourcen ausgewogen und zuverlässig informieren zu können.

Darüber hinaus veranstaltet die Vereinigung europäischer Bildagenturen CEPIC in Kooperation mit der EANA Ende Mai ein Fundraising Webinar #StandWithUkraine, wo u.a. MedienvertreterInnen über ihren journalistischen Alltag im Kriegsgebiet berichten. Die Einnahmen kommen Hilfsorganisationen für die Ukraine zugute.

Unter welchen Bedingungen arbeitet die UKRINFORM aktuell?

Die Lage ist erschütternd. Journalistisches Arbeiten erfolgt bei Luftalarm aus U-Bahn-Schächten oder Luftschutzbunkern, die Kolleginnen und Kollegen verstecken sich in privaten Appartements, ihre Arbeit wird aufgrund von Bombardements immer wieder für Stunden unterbrochen. Es gibt tragische familiäre Situationen, keine oder zu wenig Schutzkleidung (bullet proofs etc.), von manchen Journalistinnen und Journalisten hat die Agentur-Leitung seit über einer Woche nichts mehr gehört. Das alles ist sehr bedrückend. Umso wichtiger ist unsere redaktionell-inhaltliche, aber auch materielle und persönliche Unterstützung sowie Support durch kontinuierlichen Austausch.  

Welche Informationsquellen nutzt die APA für ihre Berichterstattung über den Krieg?

Wir beziehen Informationen unter anderem von den großen Partneragenturen dpa Deutsche Presse-Agentur, der französischen Agence France-Press (AFP) und Reuters – die wichtigsten im Bereich der internationalen und außenpolitischen Agentur-Berichterstattung. Dazu kommen sogenannte „Stringer“, die als freie MitarbeiterInnen für mehrere Medien oder Nachrichtenagenturen arbeiten. Darüber hinaus steht unsere Redaktion mit Expertinnen und Experten inner- und außerhalb der Ukraine in Kontakt.

In der APA selbst verfügt das Ressort Außenpolitik über hohe journalistische Expertise, was Osteuropa und Russland betrifft. Eingebunden sind aber letztlich alle Ressorts, da die Auswirkungen des Krieges in allen Bereichen real sind. Ziel ist es, das Thema mit all seinen Aspekten von allen Seiten zu beleuchten.

Welche redaktionellen Herausforderungen stellen sich für die APA?

Der Krieg in der Ukraine ist in vielerlei Hinsicht eine außerordentliche redaktionelle Herausforderung, da er ganz klar auch ein „War on Information“ ist. Russland greift massiv in die freien Informations- und Nachrichtenströme ein und lanciert gezielt Falschinformationen. Seriöser Journalismus kann dem nur mit glaubwürdiger und vertrauenswürdiger Information begegnen. Unsere Grundprinzipien dabei sind: zu berichten, was wir gesichert wissen, Sachlichkeit, Faktenbasiertheit, Quellentransparenz und Quellenvielfalt, ein verantwortungsvoller Umgang mit Texten, Fotos und Videomaterial. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es für die APA war, den Bereich der umfassenden Faktenchecks in den vergangenen Jahren auszubauen und zu stärken. Unser zentraler Auftrag als Nachrichtenagentur, unabhängig, richtig, ausgewogen und zuverlässig zu berichten, ist in dieser Situation von besonderer Bedeutung. Dieses Ziel verfolgen wir mit aller Kraft.

Der russische Einmarsch in die Ukraine ist auch ein Brennglas für die Entwicklung von autokratischen Gesellschaften: Zunächst wird das demokratische Licht abgedreht, indem die freien Medien ausgeschaltet werden, dann werden alle Störgeräusche entfernt, d.h. die Opposition wird unterdrückt, und schließlich die Rechtsstaatlichkeit abgeschafft und die unabhängige Justiz der staatlichen Kontrolle unterworfen.

Das Modell unabhängiger Medien und Nachrichtenagenturen in demokratischen Gesellschaften ist somit wichtiger denn je. Die APA setzt dieses Modell seit Jahren konsequent um, indem sie sich durch Diversifizierung und durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder aus eigener Kraft finanziert. Wir sichern damit die journalistische Unabhängigkeit als übergeordnetes Ziel der als unabhängige Genossenschaft im Eigentum der Medien befindlichen APA.

Welche Nachrichtenagenturen in Europa gelten als staatlich unabhängig?

Wir stehen vor der Situation, dass nur 20 von weltweit rund 140 Nachrichtenagenturen von Staat und Regierung unabhängig sind. Mehr als die Hälfte, sprich elf dieser unabhängigen Agenturen, befindet sich in Europa. Konkret sind das die skandinavischen Staaten, d.h. Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark, Großbritannien, der DACH-Raum mit Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Beneluxstaaten mit Belgien und den Niederlanden sowie Italien.

About EANA:
Die European Alliance of News Agencies (EANA) dient der Kooperation sowie dem Informations- und Erfahrungsaustausch europäischer Nachrichtenagenturen. Aufgabe der EANA ist es, die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder in allen relevanten Bereichen zu vertreten. Die EANA hat es sich zum Ziel gesetzt, die Tätigkeit der Mitglieds-Nachrichtenagenturen als Provider von „unbiased news“ sicherzustellen und weiter voranzutreiben. Die EANA unterstützt die Prinzipien der Pressefreiheit und fördert ihre Mitglieder dabei, stets auf Grundlage dieser Prinzipien zu arbeiten. Aktuell sind 32 Nachrichtenagenturen aus ganz Europa EANA-Mitglied.

EANA – The European Alliance of News Agencies

APA-Geschäftsführer Clemens Pig im letztjährigen Interview mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über demokratische Werte und Meinungsfreiheit:
Putin für gemeinsame Standards mit dem Westen – APA-Value-News (Beitrag vom 25.06.2021)

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Wachstumsfeld AI https://value-news.apa.at/wachstumsfeld-ai/ https://value-news.apa.at/wachstumsfeld-ai/#respond Mon, 29 Nov 2021 07:26:20 +0000 https://value-news.apa.at/?p=4174 Künstliche Intelligenz (KI) macht auch vor der Medienbranche nicht halt und stellt diese vor große Herausforderungen. Das Thema stößt bei österreichischen Medienunternehmen bereits auf großes Interesse, hat jedoch noch kaum Eingang ins Tagesgeschäft gefunden, zeigt eine von APA-medialab und Joanneum Research in Auftrag des Innovations- und Technologieministeriums (BMK) durchgeführte umfassende Analyse. Kooperationen werden für die […]

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Künstliche Intelligenz (KI) macht auch vor der Medienbranche nicht halt und stellt diese vor große Herausforderungen. Das Thema stößt bei österreichischen Medienunternehmen bereits auf großes Interesse, hat jedoch noch kaum Eingang ins Tagesgeschäft gefunden, zeigt eine von APA-medialab und Joanneum Research in Auftrag des Innovations- und Technologieministeriums (BMK) durchgeführte umfassende Analyse. Kooperationen werden für die Zukunft als unerlässlich angesehen.

Die „AI.AT.Media – AI and the Austrian Media Sector: Mapping the Landscape, Setting a Course“ betitelte Studie identifiziert das Forschungspotenzial von KI im Medienbereich in Österreich, zeigt passende Handlungsoptionen für das Ausschöpfen des Potenzials auf und soll die Basis für künftige Kooperationen legen. Dafür wurden zunächst Forschungsliteratur und Anwendungsfälle analysiert und anschließend zwei Befragungen mit 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als auch 33 Expertinnen und Experten durchgeführt. Die daraus gewonnen Erkenntnisse wurden diskutiert und im Rahmen der „MediaLab Days“ zu vier Herausforderungen für die Forschung verdichtet.

Zentrale Forschungsergebnisse

Derzeit ist die Beschäftigung mit KI auf technikaffine Bereiche in Medienunternehmen beschränkt, wobei der Fokus auf experimentellem Einsatz für klar abgegrenzte Bereiche liegt, wie die Analyse zeigt. Das Potenzial für einen umfassenderen Einsatz wird jedoch erkannt und auch zahlreiche konkrete Anwendungsfälle wie Personalisierung von Inhalten, Sprach- und Bilderkennung oder automatische Inhaltsgenerierung genannt. Dabei sind im Vergleich mit der Technologiebranche stärkere Vorbehalte bei Anwendungen, die direkt Rezipientinnen und Rezipienten betreffen, gegeben. Das liege laut der Studie in vielen Fällen daran, dass zwar schon Ergebnisse geliefert werden, diese aber noch nicht den Qualitätsanforderungen im Journalismus entsprechen – etwa Fakten korrekt wiederzugeben oder Berichte und Meinungen voneinander abzugrenzen.

Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt es sich für heimische Nachrichtenunternehmen auch aufgrund der Kleinheit des österreichischen Medienmarkts auf Kooperationen zu setzen, um etwa auf ausreichend Trainingsdatensätze für Algorithmen zurückgreifen zu können. Da die einzelnen Player jedoch auch in einem Konkurrenzverhältnis zueinanderstehen, wird für eine reibungslose Zusammenarbeit ein Konzept für einen sicheren Datenraum benötigt. Auch sollten die Unternehmen aufgrund der zahlreichen Vorschriften rund um das Thema KI von Anfang an rechtliche Expertise einbinden.

Vier Challenges für die Forschung

Als eine der vier zentralen im Zuge der Analyse identifizierten Herausforderungen wird der Umgang von KI-Werkzeugen mit regionalspezifischer Sprache gesehen. Mögliche Lösungsansätze beschränken sich dabei nicht auf „mehr Daten“, sondern zielen etwa auf bessere Kooperation österreichischer Medienunternehmen oder auf die Entwicklung von KI-Technologien, die mit geringen Datenmengen umgehen können, ab. Als zweite Challenge wurde die automatisierte Content-Erstellung identifiziert. Vorhandene Systeme genügen journalistischen Ansprüchen noch nicht. Baustellen sind etwa der Komplexitätsgrad der generierten Inhalte, deren Tonalität sowie Dramaturgie. Herausforderungen drei und vier befassen sich mit der Personalisierung von Inhalten und der KI als Assistenztechnologie in der Informationsbeschaffung und -strukturierung. In letzterem Bereich performen vorhandene Systeme vor allem im Bereich der Verifizierung zu schwach.

Die Studie bestätige den Mehrwert von KI für den Medienbereich und zeige auf, dass österreichische Forschung wichtige Technologien dazu beisteuern könne, wurde Joanneum-Research-Geschäftsführer Heinz Mayer in einer Aussendung zitiert. Für APA-Geschäftsführer Clemens Pig ist KI „eines der wichtigsten Entwicklungsfelder im digitalen Medienwandel“, wobei Kooperationslösungen ein „Schlüsselfaktor“ seien. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Die Grünen) strich hervor, dass KI zum Nutzen der Allgemeinheit transparent, menschenzentriert und auf Basis von hohen demokratiepolitischen Werten sinnvoll eingesetzt werden müsse.

Die Studie wurde vom BMK im Rahmen des Programms „IKT der Zukunft“ gefördert und steht unter http://go.apa.at/jyUPitim zum Download zur Verfügung.

Das Projektteam der Studie im Interview

Die wichtigsten Take Aways und Learnings aus der Studie sowie die Frage, wie sich das Themenfeld in naher Zukunft weiterentwickeln wird, war Inhalt eines Kurzinterviews mit den Mitgliedern des Projektteams sowie dem Vertreter des Auftraggebers, Michael Wiesmüller, Leiter der Abteilung i5 im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Das Interview führte Projektleiterin und Leiterin des APA-medialab Verena Krawarik.

Frau Schell, wie wird sich für Journalistinnen und Journalisten der Alltag durch den Einsatz von AI in den nächsten Jahren verändern? Welche der vier erarbeiteten Challenges hätte darauf den stärksten Impact?

Katharina Schell (Mitglied der APA-Chefredaktion, digitale Innovation): „Die Workflows und damit der Arbeitsalltag von Journalistinnen und Journalisten werden stark von den vorhandenen Werkzeugen geprägt. Einst gab es den Fernschreiber und die Telefonzelle, dann kamen Internet, Smartphones… und künftig wird es wohl Werkzeuge mit KI-Komponenten geben, die unsere Arbeitsabläufe mitbestimmen. In den Interviews mit Medien-Stakeholdern hat sich der Wunsch gezeigt, KI im Newsroom quasi als ‚Kollegin‘ einzubinden – mit hohem Assistenzcharakter. In diesem Zusammenhang ist sicher die Challenge ‚Digitale Assistenz für spezifische journalistische Anforderungen‘ von hoher Relevanz. Wer entwickelt für uns Werkzeuge, die auf unsere Bedürfnisse, auf unsere oft sehr spezifische Arbeit, abgestimmt sind und uns dabei unterstützen?“

„(…) KI im Newsroom quasi als ‚Kollegin‘ einzubinden – mit hohem Assistenzcharakter“

Katharina Schell (Mitglied der APA-Chefredaktion)

Herr Bailer, Sie haben in der Studie die unterschiedlichen Autonomielevels von AI im Medienkontext beschrieben und das Screening der Forschungslandschaft übernommen. Wo erwarten Sie die signifikantesten Sprünge bei Tools und Lösungen?

Werner Bailer (Joanneum Research, DIGITAL – Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien): „Kurz- und mittelfristig sind innovative KI-Lösungen für den Produktiveinsatz vor allem bei unterstützenden Werkzeugen zu erwarten, z.B. für die Analyse und Filterung von Quellen, oder die Erstellung, Verbesserung und Kompression von Medienassets.“

„Kurz- und mittelfristig sind innovative KI-Lösungen für den Produktiveinsatz vor allem bei unterstützenden Werkzeugen zu erwarten.“

Werner Bailer (Joanneum Research)

Herr Thallinger, Joanneum Research ist in mehreren Forschungsprojekten zum Themenkomplex AI und Medien vertreten, sowohl auf nationaler Ebene, z.B. im Projekt „TailoredMedia“, als auch auf internationaler Ebene im Projekt „AI4Media“. Welche Learnings aus der Studie „AI.AT.Media“ würden Sie am liebsten sofort umsetzen?

Georg Thallinger (Joanneum Research, DIGITAL – Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien): „Aus unserer Sicht sind folgende zwei Bereiche besonders interessant: Die automatische Erstellung von Varianten von Inhalten für verschiedene Zielgruppen bzw. Nutzungsszenarien und der Aufbau von Korpora mit österreichischen Inhalten (inklusive Dialekte), um AI-basierte Lösungen zur regionalen Nutzung umsetzen zu können.“

Frau Ertelthalner, Sie haben 2019 den VÖZ-Förderpreis für Medienforschung für die Magisterarbeit „Zukunftsszenario zum algorithmischen Journalismus in Österreich“ bekommen. Inwieweit hat sich Ihrer Meinung nach das Themenfeld weiterentwickelt und woran sollte man aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht unbedingt weiterforschen?

Victoria Ertelthalner (heute Universität Wien/Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und LMU München/Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung): „Algorithmen im Journalismus sind stärker in der Medienlandschaft angekommen. Allerdings werden Anwendungen wie die automatisierte Textgenerierung noch nicht ganz angenommen. Mancherorts wird wenig Vertrauen in die Qualität des Outputs gelegt. Das führt mich zur ersten Frage: Wo fällt Technologie auf fruchtbaren Boden, wo nicht und warum? Allgemein zeigt sich, dass die Einsatzgebiete unterschiedlicher Tools heute deutlich konkretisiert sind und entsprechendes Know-how in den Unternehmen dazu aufgebaut wurde. Einzelne Medienunternehmen entwickeln Tools u.a. vermehrt selbst, testen sie, passen sie für ihren eigenen Bedarf an und setzen sie ein. Daraus ergibt sich auch die Frage, wie sich die Rollen in Unternehmen weiter verändern, aber auch welche Rollen und Aufgaben konkret von Maschinen und Menschen übernommen werden sollen.

„Allgemein zeigt sich, dass die Einsatzgebiete unterschiedlicher Tools heute deutlich konkretisiert sind und entsprechendes Know-how in den Unternehmen dazu aufgebaut wurde.“

Victoria Ertelthalner (heute Universität Wien und LMU München)

Diese Frage wird auch in Zukunft ausverhandelt werden müssen, besonders im Kontext von hybridem Handeln, die Frage nach Entscheidungs- und Handlungshoheit von Mensch und Maschine. Zusätzlich sehe ich offene Fragen im konkreten Aneignungsprozess von Technologie im Vergleich zwischen unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Medienproduktion und wie Technologien Journalismuskulturen langfristig verändern. Die aktuellen Entwicklungen verändern die Art und Weise, wie Öffentlichkeit hergestellt wird. Dafür braucht es ein Verständnis für diese Prozesse. Zur Medienkompetenz braucht es eine Art von Algorithmic Awareness, auch in der Bevölkerung.“

Herr Wiesmüller, die EU sieht mit dem Data Space for Media künftig eine Infrastruktur für das Teilen von Daten von Medien vor. Wie kann dieses Vorhaben auf nationaler Ebene begleitet werden? Wo werden diese Themen schon heute in Förderprogrammen adressiert?

Michael Wiesmüller (BMK, Leiter der Abteilung für Schlüsseltechnologien für industrielle Innovation): „Datengetriebene Innovationen zählen seit mehr als zehn Jahren zum Tagesgeschäft unserer Technologieprogramme, wie ‚IKT der Zukunft‘ oder ‚Produktion der Zukunft‘. Da die digitale Durchdringung der analogen Welt ja eigentlich eine Datafizierung ist, treffen wir in allen Anwendungskontexten, wo es um digitale Transformationen geht, von den ingenieursgetriebenen Unternehmen in der Industrie, den Infrastrukturbetreibern bis hin zum Gesundheitsbereich auf ähnliche Fragestellungen zu verborgenen Potenzialen von Daten. Das gilt natürlich auch für den Mediensektor. Das Pooling von digitalisierten Inhalten ist dabei einer der wichtigsten Use-Cases in einer sich digitalisierenden Medienwelt. Ein funktionierendes Daten-Service-Ökosystem kann aus Daten Informationen gewinnen, aus Informationen Wissen generieren und so Redakteure beim datenverifizierten Vorgehen gegen Fake News und bei der Informationsbeschaffung unterstützen.

„(…) die digitale Durchdringung der analogen Welt ist ja eigentlich eine Datafizierung“

Michael Wiesmüller (BMK)

Tools für dieses Daten-Service-Ökosystem, das Know-how aus anderen Sektoren und die Möglichkeit, sich mit anderen zu vernetzen, bietet die vom BMK unterstützte ‚Data Intelligence Offensive (DIO)‘, die sehr gut im europäischen Kontext als Teil der GAIA-X Initiative oder der DAIRO-Plattform (Data, AI and Robotics) vernetzt ist. Darüber hinaus werden wir mit der Testung einer in Österreich entwickelten Dataspace Software neue Maßstäbe für ein innovatives, dezentrales und domänenübergreifendes Daten-Service-Ökosystem schaffen.“

Und was nimmt Verena Krawarik selbst für die Innovationsarbeit der APA mit?

Verena Krawarik (Innovationsmanagement, Leiterin APA-medialab): „Die Studie hat gezeigt, dass es im Bereich AI sehr viel Zusammenarbeit und Kooperation braucht – von Medienunternehmen untereinander, aber auch von Medien, Industriepartnern und Forschungseinrichtungen. Wir wollen hier einen Rahmen bieten – etwa durch die Etablierung eines Datenkreises für Medien im Rahmen der DIO, einen Hub für Automation Competence, aber auch durch neue Kooperationsmodelle, die sich aus unseren eigenen Datenschätzen ergeben und rund um unsere Plattformen angesiedelt sein werden. Manche Kooperationen werden auch international aufgestellt sein, etwa mit dem Projekt DRIVE.“

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APA-Tech goes Germany https://value-news.apa.at/apa-tech-goes-germany/ https://value-news.apa.at/apa-tech-goes-germany/#respond Fri, 01 Oct 2021 06:35:05 +0000 https://value-news.apa.at/?p=4040 PMG Presse-Monitor vermarktet Inhalte und Rechte von rund 850 Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen mit über 4.000 Print- und Online-Quellen. APA-Tech wurde nun als Technologie-Partner mit der Entwicklung eines von Grund auf neuen, innovativen Mediendatenbank-Portals des führenden Medienbeobachtungs-Unternehmens beauftragt. Die Zusammenarbeit umfasst die technische Konzeption, die Entwicklung der Software und in weiterer Folge den laufenden Betrieb. Das […]

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PMG Presse-Monitor vermarktet Inhalte und Rechte von rund 850 Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen mit über 4.000 Print- und Online-Quellen. APA-Tech wurde nun als Technologie-Partner mit der Entwicklung eines von Grund auf neuen, innovativen Mediendatenbank-Portals des führenden Medienbeobachtungs-Unternehmens beauftragt. Die Zusammenarbeit umfasst die technische Konzeption, die Entwicklung der Software und in weiterer Folge den laufenden Betrieb.

Das Tochterunternehmen der APA – Austria Presse Agentur konnte sich mit seinem Know-how zu hochverfügbarer und ausfallsicherer Infrastruktur für Datenbanken, hochmodernen AI-gestützter Recherche- und Bearbeitungstechnologien sowie mit umfassendem Branchenwissen gegen andere Angebote durchsetzen. So betreibt APA-Tech unter anderem die Technologie und Infrastruktur der größten österreichischen Medien- und Fachdatenbank des Schwesterunternehmens APA-DeFacto. Das Projekt der PMG umfasst einen digitalen Self-Service-Marktplatz, auf dem Publisher mit ihrem Content-Angebot auf den Informations- und Datenbedarf von PR-Profis und KommunikationsexpertInnen treffen und sich auf einer hochmodernen innovativen Plattform austauschen.

v.l.: Clemens Prerovsky (Geschäftsführer APA-IT), Gerald Innerwinkler (Geschäftsführer APA-IT), Natascha Thomas (Stv. Geschäftsführerin PMG Presse-Monitor), Ingo Kästner (Geschäftsführer PMG Presse-Monitor)

APA-IT-Geschäftsführer Gerald Innerwinkler zeigte sich über den umfangreichen internationalen Auftrag erfreut: „Es ist immer spannend, an neuen Entwicklungen auf Basis von aktueller Userforschung teilzuhaben. In diesem Projekt können wir unsere Erfahrungen im Mediensektor sowie unsere jahrzehntelange Forschung zu intelligenten, KI-gestützten Datenbanktechnologien optimal einbringen.“

PMG-Geschäftsführer Ingo Kästner betonte: „Das ist der Startschuss für eine von Grund auf neue PMG-Mediendatenbank, die den Ansprüchen der digitalen Welt und dieses Jahrzehnts gerecht wird.“ „Wir haben mit APA-Tech einen erfahrenen Partner ausgewählt, der schon aufgrund seiner hauseigenen DNA die Anforderungen unserer Kunden an eine hochmoderne Mediendatenbank bestens nachvollziehen kann“, erklärte Natascha Thomas, stellvertretende Geschäftsführerin der PMG.

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APA feiert 75 Jahre Unabhängigkeit https://value-news.apa.at/apa-feiert-75-jahre-unabhaengigkeit/ https://value-news.apa.at/apa-feiert-75-jahre-unabhaengigkeit/#respond Fri, 26 Mar 2021 07:51:13 +0000 https://value-news.apa.at/?p=3232 Die APA – Austria Presse Agentur feiert 2021 ihr 75-jähriges Bestehen als unabhängige genossenschaftliche Nachrichtenagentur im Eigentum österreichischer Medien. Aus diesem Anlass spannt die Nachrichtenagentur-Gruppe mit einer Reihe an Digital-Veranstaltungen und inhaltlichen Schwerpunkten einen thematischen Bogen über das gesamte Jubiläumsjahr. Detailinfos zu sämtlichen Aktivitäten, Inhalten und Terminen finden Interessierte unter apa.at/75-jahre. Renaissance des Grundauftrages Kurz […]

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Die APA – Austria Presse Agentur feiert 2021 ihr 75-jähriges Bestehen als unabhängige genossenschaftliche Nachrichtenagentur im Eigentum österreichischer Medien. Aus diesem Anlass spannt die Nachrichtenagentur-Gruppe mit einer Reihe an Digital-Veranstaltungen und inhaltlichen Schwerpunkten einen thematischen Bogen über das gesamte Jubiläumsjahr. Detailinfos zu sämtlichen Aktivitäten, Inhalten und Terminen finden Interessierte unter apa.at/75-jahre.

Renaissance des Grundauftrages

Kurz nach Ende des 2. Weltkriegs wurde die APA 1946 auf Initiative der Associated Press (AP) und Reuters als nationale Nachrichtenagentur im Eigentum der österreichischen Tageszeitungen gegründet – ein für die noch junge Demokratie wichtiger Schritt. 1964 erweiterte sich der Mitgliederkreis um ORF-Fernsehen und ORF-Radio. Bis heute ist die APA eine von nur rund 20 Nachrichtenagenturen weltweit, die von Staat und Regierung unabhängig sind. Durch ihren konsequenten Fokus auf True-and-Unbiased-News, Technologie und Innovation sowie eine gezielte Diversifizierungs- und Internationalisierungsstrategie zählt die APA heute zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Nachrichtenagenturen Europas.

„Die politische und ökonomische Unabhängigkeit der APA ist seit der Geburtsstunde am 1. September 1946 unsere DNA und die bis heute gültige Grundlage für die strategische Weiterentwicklung und digitale Transformation des Unternehmens zum führenden Nachrichten-, Kommunikations- und Technologie-Provider. Für das freie und unabhängige Presse- und Medienwesen in Österreich erfüllt die genossenschaftlich organisierte APA mit dem redaktionellen Basisdienst eine wesentliche demokratiepolitische Funktion“, betont der Vorsitzende der APA-Geschäftsführung Clemens Pig.

APA-Geschäftsführerin Karin Thiller sieht im Jubiläumsjahr eine weitere Gelegenheit, „den Grundauftrag der APA – nämlich die zuverlässige, ausgewogene und faktenbasierte Nachrichtengrundversorgung – in all seinen modernen Interpretationsfacetten darzustellen“. Dazu zählen neue digitale Nachrichtenangebote, Live-Blogs, algorithmen-basierte Automated-Content-Lösungen und zertifizierte Faktenchecks ebenso wie High-End-News- und Kommunikationsplattformen oder Prototyping aus dem APA-medialab. „Für die APA ist der digitale Wandel eine sehr spannende Herausforderung“, so Thiller.

Jubiläumsseiten

Sämtliche Termine und Aktivitäten werden laufend aktuell auf einer eigens eingerichteten Website: www.apa.at/75-jahre abgebildet. Über das gesamte Jubiläumsjahr hindurch greifen die APA und ihre Tochterunternehmen in zahlreichen Digital-Events aktuelle Themen der Medien-, Kommunikations- und IT-Branche auf, die gemeinsam mit Expertinnen und Experten erörtert werden. Weitere Highlights sind unter anderem die im April stattfindenden medialab-days mit einer Podiumsdiskussion zu „Code of Conduct und Zukunft des digitalen Journalismus“ sowie ein Festakt im Herbst.

Exklusive Einblicke in außergewöhnliche Szenen aus 75 Jahren Agenturleben gibt die APA in ihren „Jubiläums’gschichten“:

Sämtliche Events und Aktivitäten zum APA-Jubiläumsjahr: www.apa.at/75-jahre

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Austria Videoplattform mit neuem Rekordwert https://value-news.apa.at/austria-videoplattform-mit-neuem-rekordwert/ https://value-news.apa.at/austria-videoplattform-mit-neuem-rekordwert/#respond Tue, 09 Feb 2021 08:39:48 +0000 https://value-news.apa.at/?p=3064 Basierend auf journalistischen Qualitätskriterien werden dabei News im Videoformat vom ORF und 15 weiteren österreichischen Videoprovidern zur Verfügung gestellt – im Durchschnitt rund 150 Beiträge täglich. Ausgespielt werden diese von 16 großen Medienhäusern auf insgesamt 45 Online-Medienportalen. „Die AVP als Kooperationsmodell und Schulterschluss der österreichischen Medien ist auch international ein Best-Practice-Beispiel für gemeinsame Antworten auf […]

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Basierend auf journalistischen Qualitätskriterien werden dabei News im Videoformat vom ORF und 15 weiteren österreichischen Videoprovidern zur Verfügung gestellt – im Durchschnitt rund 150 Beiträge täglich. Ausgespielt werden diese von 16 großen Medienhäusern auf insgesamt 45 Online-Medienportalen.

„Die AVP als Kooperationsmodell und Schulterschluss der österreichischen Medien ist auch international ein Best-Practice-Beispiel für gemeinsame Antworten auf die vielfältigen, neuen Anforderungen und Marktbedingungen unserer Branche“, so Clemens Pig, Geschäftsführer APA – Austria Presse Agentur.

„… gemeinsame Antworten auf die neuen Anforderungen unserer Branche.“

Clemens Pig

Top-Themen 2020

2020 wurden insgesamt 52.871 Beiträge in die AVP eingespielt, die sich auch in puncto Abrufe im wahren Sinne des Wortes „sehen lassen“ können: Allein im Corona-Jahr 2020 wurde mit 20 Millionen Abrufen ein Höchstwert an Zugriffen erzielt. Mehr als 50 Millionen Abrufe waren es seit dem Start der Plattform.

Klare Nummer eins der meistabgerufenen Videos 2020 ist der Beitrag „Claus Schönherr (ORF) berichtet aus Innsbruck“ aus der Anfangszeit der Coronakrise, der nicht zuletzt aufgrund seines humoristischen Hintergrundes sehr häufig angeklickt wurde: ORF-Korrespondent Schönherr berichtete am Tag eins der Corona-Pandemie in Österreich vor einem Innsbrucker Hotel, dass aufgrund des ersten offiziell bestätigten heimischen Corona-Falles niemand das betroffene Hotel betreten oder verlassen dürfe – während im Hintergrund Menschen beim Hinein- und Hinausgehen zu sehen waren. Mehr als 200.000 Abrufe waren die Folge.

Weitere Top-Themen 2020 waren ein „ZIB Nacht“-Bericht zu einem möglicherweise bevorstehenden neuerlichen Lockdown nach Weihnachten sowie die Pressekonferenz des Innenministeriums nach dem Terroranschlag im November 2020 in Wien. 

„Die Austria Videoplattform der APA ist ein Best-Practice-Beispiel für eine gelungene Kooperation der österreichischen Medienhäuser, von der alle Seiten profitieren. Sie zeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen“, betont ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Und ergänzt: „Hochwertiger Videocontent ist in der digitalen Medienwelt spielentscheidend. Der ORF wird sich weiterhin dafür einsetzen, Kooperationsprojekte der heimischen Medienhäuser auch in anderen Bereichen zu forcieren und dadurch gemeinsam den Medienstandort Österreich zu stärken.“

„… zeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.

Alexander Wrabetz
Videoplattform


Premium-Content für Premium-Online-Sites

Ziel der Austria Videoplattform war von Anfang an, aktuellen, hochwertigen Nachrichten-Videocontent für alle Medienpartner schnellstmöglich zugänglich zu machen – einzeln abrufbare Newsclips können sofort in die eigenen Medienportale eingebunden werden. „Dieses Ziel wurde definitiv erreicht“, so der stv. APA-Chefredakteur Werner Müllner, Projektleiter der Austria Videoplattform. Das Embedding erfolgt dabei im inhaltlich passenden Kontext zur Vertiefung des eigenen redaktionellen Angebots.  

„Das Zusammenspiel der führenden TV-Anbieter und der reichweitenstarken Verlagsportale sorgt für Wertschöpfung in Österreich – anders als bei YouTube und Facebook. Die Konsumenten und die Medienmarken profitieren: Denn das Publikum schätzt die Videobeiträge der ,Zeit im Bild‘ genauso wie die Artikel auf den Digitalangeboten der Qualitätszeitungen“, so Gerold Riedmann, Geschäftsführer Russmedia und Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten.

„… sorgt für Wertschöpfung in Österreich.

Gerold Riedmann

Integrierte Online-Werbevermarktung

Die AVP bietet neben dem aktuellen Content für Verlage einen wertvollen Effekt im Bereich der Contentvermarktung: Mit rund 150 Beiträgen täglich hält das System eine Fülle an Möglichkeiten bereit, Video-Ads treffsicher zu platzieren. Durch die Einbindung von Werbe-Pre-Rolls haben Medienhäuser ein Angebot für Online-Werbekundinnen und -kunden mit einer technischen Gesamtreichweite von rund 80 Prozent der österreichischen Internetuser in einem qualitativ hochwertigen journalistischen Umfeld. Steigende Abrufzahlen bedeuten somit auch Aufwind für die Werbevermarktung.

Intelligente Video-Einbindung

Medienpartner haben es bei der Einbindung der Videos in ihre Portale leicht, denn mit dem „Video-Booster“ der APA-IT steht ein automatisches Ausspieltool zur Verfügung: Zur Optimierung des Workflows analysiert die Software-Lösung die Nachrichtenseiten inhaltlich und vergleicht diese mittels Speech-to-Text-Funktion mit den Inhalten der AVP. Thematisch passende Videos werden somit automatisch in die Online-Beiträge integriert. Der „Video-Booster“ funktioniert dabei sowohl vollautomatisiert als auch als ergänzendes Tool für die Suche nach passendem Videocontent, um die manuellen Workflows der Online-Redaktionen zu unterstützen – Videos werden also automatisch im redaktionellen Kontext vorgeschlagen, über deren tatsächliche Einbindung entscheiden die zuständigen Journalistinnen und Journalisten.

Austria Videoplattform (AVP)

Die Austria Videoplattform ist eine Austauschplattform für Videocontent von Medienunternehmen in Österreich. Die Plattform wird durch die APA – Austria Presse Agentur betrieben und in deren Namen vermarktet. Sie fungiert als professionelle Schnittstelle zwischen Anbietern von Videos (Content-Provider) und Inhabern von Internet-Plattformen. Die News-Clips werden direkt im redaktionellen Kontext platziert.

An der Austria Videoplattform nehmen Medienunternehmen mit klassisch-redaktionellem Kerngeschäft teil. Eingespielt werden eigenproduzierte Videos mit überwiegend Österreichbezug. Ein wesentliches Ziel der AVP ist die Schaffung hochwertiger Werbeflächen im Umfeld von heimischem Premium-Content. Die Werbeerlöse werden unter den teilnehmenden Akteuren aufgeteilt. Die technische Reichweite am österreichischen Online-Markt liegt aktuell bei rund 80 Prozent.


Video-Provider (stellen AVP-Videocontent zur Verfügung): 

  • ORF (www.orf.at)
  • Servus TV (www.servustv.com/at) (bis 30.9.2020)
  • Ländle TV (www.laendletv.com)
  • RTS-Salzburg (www.rts-salzburg.at)
  • Tirol TV (www.tiroltv.at)
  • Heute (www.heute.at)
  • Kleine Zeitung (www.kleinezeitung.at)
  • Kurier/Schau media (www.schautv.at)
  • Oberösterreichische Nachrichten (www.nachrichten.at)
  • OE24 (www.oe24.at)
  • ÖAMTC Verlag/autotouring.at (www.autotouring.at)
  • Salzburger Nachrichten (www.sn.at)
  • Styria Content Creation (www.styriacontentcreation.com)
  • Athesia (www.stol.it)
  • APA und APA-OTS-Videoservices (www.apa.at)


Online-Portale (spielen AVP-Videocontent aus):

  • Athesia (stol.it, dolomiten.it, zett.it, sportnews.bz, suedtirolnews.it, altoadige.it, giornaletrentino.it, inlove.bz, kultur.bz.it, sentres.com, bezirksmedien.it, tippthek.it)
  • auto touring (autotouring.at, oeamtc.at)
  • Oberösterreichisches Volksblatt (volksblatt.at)
  • Der Standard (derstandard.at)
  • Die Presse (diepresse.com, autonet.at, diva-online.at, ichreise.at, miss.at, wienerin.at)
  • Heute (heute.at)
  • Kleine Zeitung (kleinezeitung.at)
  • Kurier (kurier.at)
  • Tiroler Tageszeitung (tt.com)
  • Oberösterreichische Nachrichten (nachrichten.at)
  • Österreich (oe24.at)
  • Russmedia (vol.at, vienna.at)
  • Salzburger Nachrichten (sn.at, salzburg24.at)
  • Tele (tele.at)
  • Verlagsgruppe News (news.at, profil.at, trend.at, woman.at, tv-media.at, e-media.at, autorevue.at, golfrevue.at, yachtrevue.at, gusto.at, lustaufsleben.at)
  • Wiener Zeitung (wienerzeitung.at)

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Woche 45 – Hochbetrieb im „Remote-Newsroom“ https://value-news.apa.at/woche-45-hochbetrieb-im-remote-newsroom/ https://value-news.apa.at/woche-45-hochbetrieb-im-remote-newsroom/#respond Wed, 02 Dec 2020 09:03:03 +0000 https://value-news.apa.at/?p=2968 Frage: 80 bis 90 Prozent der APA-Redaktion arbeitet seit Mitte März im Home Office. Welche Auswirkungen hatte das auf die Berichterstattung am 2. November? Johannes Bruckenberger: Die Redaktion hatte gerade ein sehr personalintensives Wochenende hinter sich. Die Regierung hatte am Samstag einen „Lockdown Light“ beginnend mit Dienstag verkündet. Das hieß Hochbetrieb für unsere Journalistinnen und […]

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Frage: 80 bis 90 Prozent der APA-Redaktion arbeitet seit Mitte März im Home Office. Welche Auswirkungen hatte das auf die Berichterstattung am 2. November?

Johannes Bruckenberger: Die Redaktion hatte gerade ein sehr personalintensives Wochenende hinter sich. Die Regierung hatte am Samstag einen „Lockdown Light“ beginnend mit Dienstag verkündet. Das hieß Hochbetrieb für unsere Journalistinnen und Journalisten, Kameraleute, Fotografen und InfografikerInnen. Am Montag waren wir dann vor allem mit den letzten Planungen für den Lockdown-Beginn und die US-Wahlnacht von Dienstag auf Mittwoch beschäftigt. Die erste Info vom Terroranschlag langte bei uns durch einen unserer Fotografen ein, der die Ereignisse in der Wiener Innenstadt mitbekommen hatte. Im Newsroom in der APA-Zentrale waren um diese Zeit Home-Office-bedingt bereits alle Lichter aus, aber die Maschinerie unseres „Remote-Newsroom“ ist sofort angesprungen. Via MS Teams wurden ReporterInnen, Fotografinnen und Fotografen sowie Kameraleute Richtung Innenstadt dirigiert. Ein Team aus Innenpolitik und Chronik hat sich um die aktuellen Recherchen gekümmert. Für unsere Online-Kundinnen und -Kunden haben wir sehr rasch einen Liveblog gestartet, der in der Folge über 1,4 Millionen Abrufe erreichen sollte.

War man auf einen solchen Terroranschlag vorbereitet?

In den ersten Minuten und Stunden nach einem Terroranschlag ist die Lage meist chaotisch, unübersichtlich, und es kursieren viele Falschinfos. Soziale Netzwerke verstärken diese Effekte, eine Flut an Einzelwahrnehmungen und Infos verstellt den Blick auf das Gesamtbild. Für uns als Nachrichtenagentur gilt in solchen Momenten die Devise: Wir berichten, was wir verifizieren können, gesichert wissen und von offiziellen Stellen bestätigt wird. Keine Spekulationen und Gerüchte, keine Verbreitung von sensationsheischenden Social-Media-Posts oder Aufnahmen, die verstörend sein könnten, die Terroropfer ihrer Würde berauben oder Terroristen eine Plattform geben.

„Wir berichten, was wir verifizieren können.“

Johannes Bruckenberger

Es gab intensive Diskussionen darüber, ob Medien den Namen des Terroristen nennen sollen …

In erster Linie geht es darum, den Terroristen nicht zu mystifizieren. Zugleich handelt es sich um eine Person der Zeitgeschichte und die Frage „Wer“ gehört zu den wesentlichen „Ws“ jedes journalistischen Berichts. Im Basisdienst haben wir den Namen immer wieder genannt, nicht im Titel oder Untertitel, aber als nüchterne Information im Text. So wie wir das auch in der Vergangenheit bei Terroranschlägen getan haben. Zugleich haben wir auf Selbstinszenierungen des Täters, etwa in Fotos, bewusst verzichtet. Die APA-Datenbank ist eine Art „Gedächtnis der Nation“, wie es ein Medienjournalist einmal formuliert hat. Einen Namen aus der Geschichte zu streichen mag eine berechtigte politische Entscheidung sein, es ist aber nicht Aufgabe einer unabhängigen Nachrichtenagentur, das zu tun.

„Die APA-Datenbank ist eine Art ‚Gedächtnis der Nation‘.“

Johannes Bruckenberger

In Österreich haben aber viele Medien von einer Namensnennung Abstand genommen.

Darum haben wir überall dort, wo wir unsere Medienkunden direkt beliefern – etwa in den APA-Lines – auf eine Namensnennung verzichtet. Die Namensnennung nach solchen Terroranschlägen hat oft mit der unmittelbaren Nähe und Betroffenheit zu tun. In Neuseeland hat man sich nach dem Terroranschlag von Christchurch darauf verständigt, den Namen des rechtsextremen Attentäters nicht zu nennen, in Österreich haben viele Medien eine ähnliche Vorgangsweise gewählt. Im angelsächsischen Raum ist es wiederum völlig normal die Namen von Terroristen zu nennen. Reuters, Washington Post oder auch der Economist haben den Namen des Wien-Attentäters genannt – sachlich, nüchtern ohne Sensationseffekte. Das ist auch ein weiterer Grund, warum wir den Namen in unserer Berichterstattung schreiben, weil wir mit dem APA-Basisdienst die Verbindung zum Weltagentur- und Weltnachrichtennetz herstellen und solche Infos von unseren Partneragenturen erwartet werden.

Stichwort Weltnachrichten – neben Lockdown und Terror war Woche 45 durch ganz besondere Weltnachrichten dominiert …

Sie meinen diese unendliche US-Wahlnacht, die von Mittwochfrüh bis Samstagabend gedauert hat, bis endgültig klar war, dass Biden über Trump siegt? Es war eine wirklich außergewöhnliche Woche mit gleich drei großen Nachrichtenlagen in einem insgesamt außergewöhnlichen Jahr. Die gesamte Redaktion hat sich großartig geschlagen. Wir stecken in diesem Jahr in einem Marathon, der sich wie ein Sprint anfühlt. Die Arbeit im „Remote-Newsroom“ fordert uns noch mehr in unseren Kreativitätsprozessen, sie hat uns da und dort aber auch noch effizienter gemacht. Die komplexeren Kommunikations- und Koordinationswege sind für alle eine Herausforderung, aber so ist das in einer Pandemie.

„Wir stecken in diesem Jahr in einem Marathon, der sich wie ein Sprint anfühlt.“

Johannes Bruckenberger

Im Zusammenhang mit Corona gibt es nach wie vor auch viel Kritik an den Medien. Zu viel und zu hysterisierend, was die Gefahren durch das Virus betrifft, so nur eine der Vorhaltungen.

Den Overkill-Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen. Dem steht auch das große Interesse der Bevölkerung gegenüber. Alle klassischen Medien verzeichnen Reichweitenrekorde und Höchststände bei Zugriffszahlen. Es gibt eine große Nachfrage nach faktenbasierten und vertrauenswürdigen Nachrichten. Wir sehen uns seit Monaten vor einer außergewöhnlichen Nachrichtenlage. Der Umfang der Berichterstattung ist dem Anlass angemessen. Was uns besonders hilft, ist der hohe Stellenwert, den die Wissenschaftsberichterstattung in der APA immer schon hatte. Wir haben im Basisdienst und bei APA-Science ein Team aus fünf Journalistinnen und Journalisten, das sich ausschließlich mit Wissenschaftsthemen beschäftigt, und Corona ist letztlich eine Wissens- und keine Glaubensfrage.

Ein anderer zentraler Kritikpunkt: Die Medien seien zu unkritisch gegenüber der Politik.

Das sieht die Politik sicher anders. Fragen Sie dort nach. Gerade in den vergangenen Wochen gab es viele kritische Berichte und Meldungen zu den Versäumnissen der Politik über den Sommer oder den mangelhaften Beitrag des Föderalismus zur Bewältigung der Krise. Medien sind ein Produkt der Aufklärung, sie werden Mächtigen und Regierenden immer in kritischer Distanz gegenüber stehen. Das ist unser Dienst an der Demokratie.

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Wien-Wahl: Grätzl unter der Lupe https://value-news.apa.at/wien-wahl-graetzl-unter-der-lupe/ https://value-news.apa.at/wien-wahl-graetzl-unter-der-lupe/#respond Fri, 09 Oct 2020 07:46:49 +0000 https://value-news.apa.at/?p=2617 Die im Vorfeld der Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen am 11. Oktober gestartete APA/OGM-Grätzlanalyse bietet regionale Datenauswertungen auf Ebene der Wiener Stadtviertel. So wird ein völlig neuer, regional relevanter Blick auf das Leben in der Stadt mittels sozio-ökonomischer Analysen möglich. Diese basieren nicht auf Umfragen, sondern werden anhand von verfügbaren statistischen Daten durchgeführt. Die APA baut […]

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Die im Vorfeld der Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen am 11. Oktober gestartete APA/OGM-Grätzlanalyse bietet regionale Datenauswertungen auf Ebene der Wiener Stadtviertel. So wird ein völlig neuer, regional relevanter Blick auf das Leben in der Stadt mittels sozio-ökonomischer Analysen möglich. Diese basieren nicht auf Umfragen, sondern werden anhand von verfügbaren statistischen Daten durchgeführt.

Die APA baut mit diesem Innovations-Projekt sowohl ihre datenjournalistischen Kompetenzen als auch ihr regionales und hyperlokales Angebot weiter aus. „Die spannenden Geschichten liegen oft so nah“, verweist APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger auf den Wert von lokaler Berichterstattung für Medien und User. „Mit Projekten wie der ‚Grätzlanalyse‘ finden wir diese Geschichten in vermeintlich abstrakten Daten. Eine faktenbasierte und datengetriebene Berichterstattung auf Grätzl-Ebene ist ein absolutes Novum.“

„Mit der Grätzlanalyse finden wir diese Geschichten in vermeintlich abstrakten Daten.“

Johannes Bruckenberger

In einzelnen Grätzln Hälfte der Einwohner ohne Stimmrecht

Und so brachte die erste Analyse auch gleich Spannendes zutage: Nirgendwo in Österreich leben so viele Menschen ohne Stimmrecht wie in Wien. Wegen des hohen AusländerInnenanteils darf eine halbe Mio. EinwohnerInnen bei der Gemeinderatswahl im Oktober nicht wählen. Die Datenauswertung zeigte aber auch für Bezirke mit starkem AusländerInnenanteil eine erstaunlich hohe Bandbreite: So ist in den gürtelnahen Grätzln des 10. Bezirks jeder oder jede Zweite von der Wahl ausgeschlossen, weiter stadtauswärts nicht einmal jede oder jeder Fünfte. AusländerInnen sind in Österreich generell nicht wahlberechtigt. Zwar dürfen EU-BürgerInnen die Wiener Bezirksvertretungen wählen, nicht aber den politisch deutlich wichtigeren Gemeinderat. Hier haben drei von zehn Wienerinnen und Wienern kein Stimmrecht, wie von APA und OGM ausgewertete Bevölkerungszahlen der Wiener Landesstatistik zeigen. Bei der Bezirksvertretungswahl sind es 17 Prozent.

OGM-Data Scientist Johannes Klotz sieht in Informationen auf lokalem Niveau großes Potenzial: „OGM verfügt über umfassende statistische Daten auf Ebene der Wiener Grätzln und aller Gemeinden Österreichs. Durch Fusionierung mit weiteren Daten zu Einkommen, Konsum und Freizeit stehen damit solide Entscheidungsgrundlagen für Politik, Institutionen und Unternehmen auf einer sehr kleinräumigen Ebene zur Verfügung.“

„Solide Entscheidungsgrundlagen für Politik, Institutionen und Unternehmen“

Johannes Klotz

Noch in diesem Jahr darf man auf weitere Grätzl-Themen gespannt sein, für 2021 ist auch die Ausweitung auf weitere Bundesländer beabsichtigt.

Nicht-Wahlberechtigte bei Wien-Wahl 2020

Das Infoangebot der APA zur Wien-Wahl

Das neue Datenprojekt ist nur eines aus einer Reihe innovativer redaktioneller Projekte. Das Informationsangebot, das die Redaktion am Wahltag über den APA-Basisdienst an die Medien spielt, ist umfangreich, bunt und bewegt. Tausende Textmeldungen, Bilder, Videos und Grafiken zeichnen ein deutliches und klares Bild der Geschehnisse.

Interaktiv und automatisiert

Neben den Grätzlanalysen hat die APA für den 11. Oktober ein weiteres neues Produkt am Start: „APA-Visuals“ stellt die Wahl in interaktiven Infografiken dar, die automatisch um die neuesten Hochrechnungen und Ergebnisse aktualisiert werden. Die Grafiken können auf Websites eingebunden und in der TV-Liveberichterstattung bzw. im Digital-Signage-Bereich eingesetzt werden.

„Automated Content“ hat seine Bewährungsprobe bereits bei zwei Wahlen bestanden. Damit erhalten Kundinnen und Kunden unmittelbar nach Eintreffen der Ergebnis-Tabellen automatisiert erstellte publikationsfertige Texte.

Neu ist, dass die APA neben den 23 Bezirksergebnissen der Gemeinderatswahl und den 23 Ergebnissen der Bezirksvertretungswahl auf Basis von Sprengelzahlen der Urnenwahl erstmals automatisch generierte Ergebnistexte aus den 137 Grätzln sowie aus 22 ausgewählten Gemeindebauten liefern wird.

Neu ist auch, dass diese automatisch erstellten Texte als Produktvarianten mit eigens generierten Textversionen pro Medium angeboten werden.

Bewährtes bleibt bestehen: Kompakte Wahlinformation auf einen Klick

Über die bewährte Plattform APA-Wahlen (wahlen.apa.at) werden die Gemeinderats- und Bezirksvertretungsergebnisse aller 23 Bezirke abrufbar sein. Hier finden APA-User in Echtzeit eine kompakte Kombination zum aktuellen Stand der Hochrechnungen (Stimmanteile in Prozent und Mandate) in grafischer Form und sämtliche Ergebnisse mit verschiedenen Auswertungs- und Analysemöglichkeiten. Zusätzlich werden der APA-Liveblog zur Wien-Wahl und ausgewählte APA-Visuals eingebunden.

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Neuer digitaler Schauplatz https://value-news.apa.at/neuer-digitaler-schauplatz/ https://value-news.apa.at/neuer-digitaler-schauplatz/#respond Fri, 03 Jul 2020 07:47:13 +0000 https://value-news.apa.at/?p=2246 Visueller, user-zentrierter, intuitiver – so präsentiert sich seit kurzem die neue Website der APA – Austria Presse Agentur. Unter www.apa.at stellt die APA ihre Leistungen neu zur Schau und bietet Informationsprofis ein zielgruppengerecht aufbereitetes Infospektrum. Der neue digitale Auftritt ist auch die erste Bühne für die neue Markenstruktur der APA für Medien, Kommunikation und IT. […]

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Visueller, user-zentrierter, intuitiver – so präsentiert sich seit kurzem die neue Website der APA – Austria Presse Agentur. Unter www.apa.at stellt die APA ihre Leistungen neu zur Schau und bietet Informationsprofis ein zielgruppengerecht aufbereitetes Infospektrum. Der neue digitale Auftritt ist auch die erste Bühne für die neue Markenstruktur der APA für Medien, Kommunikation und IT.

User erwartet dabei ein Mix aus aktuellen Nachrichten, Unternehmensinformationen, Branchen- und Innovationsthemen sowie eine neuartige Form der Angebotsdarstellung auf Basis von User Journeys, die stringent am spezifischen Mehrwert für die jeweiligen Zielgruppen ausgerichtet sind.

Den Empfang bildet ein selektierter Nachrichtenüberblick der APA-Redaktion in Text, Bild, Grafik und Video. Über ausgewählte Meldungen in einfacher Sprache holt man auch Menschen mit Lese- oder Verständnisschwierigkeiten in ihrem Informationsbedürfnis ab. Auch der strategische Fokus der APA auf Innovation und Technologie findet auf der neuen Website Raum. So werden etwa aktuelle Themen des digitalen Medienwandels aufgegriffen und Einblicke in die Innovationsfelder und in das F&E-Engagement der APA gegeben.

Neue Markenstruktur: News, Comm und Tech

Die Corporate-Website ist zudem der erste Ort, an dem sich die neue Markenstruktur, bestehend aus APA-News für den Medienmarkt, APA-Comm für die Zielgruppe Kommunikation und APA-Tech für Technologie, unter der Dachmarke APA darstellt. Dahinter stehen weiterhin die Nachrichtenagentur sowie die Tochtergesellschaften APA-OTS, APA-DeFacto und APA-IT als rechtlich und organisatorisch eigenständige Einheiten.

APA-CEO Clemens Pig sieht in der Website eine „digitale Eingangspforte in die APA“, die die Unternehmensstrategie einer durchgängigen Dienstleister-Plattform für die Kernmärkte Medien, Kommunikation und IT optimal abbilde. Pig weist dabei auf den „klaren und schnellen Einblick in das flexible und ineinandergreifende Angebot der APA für alle Stakeholdergruppen“ hin.

„digitale Eingangspforte in die APA“

Clemens Pig

APA-Geschäftsführerin Karin Thiller bezeichnete den neuen Online-Auftritt als „Meilenstein in der Kundenkommunikation. Wir haben uns sehr intensiv mit den Kundenbedürfnissen beschäftigt und Inhalte wie Funktionen konsequent darauf aufgesetzt sowie Interaktionsmöglichkeiten geschaffen. Die Corporate-Site der Dachmarke ist der größte und erste Schritt in der neuen Oberflächenstrategie, auf deren Basis der Relaunch der Töchter-Websites in den nächsten Monaten folgen wird.“

„Wir haben uns sehr intensiv mit den Kundenbedürfnissen beschäftigt.“

Karin Thiller

Realisiert wurde das Projekt evidenzbasiert auf Grundlage des User-Verhaltens sowie unter Anwendung agiler Entwicklungsmethoden und virtueller Sprints in weniger als neun Monaten.

Startseite Website APA-Gruppe

Das neue Portal der APA-Gruppe

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Wiener Dateng’schichten https://value-news.apa.at/wiener-datengschichten/ https://value-news.apa.at/wiener-datengschichten/#respond Thu, 04 Jun 2020 08:14:48 +0000 https://value-news.apa.at/?p=2020 Ob Wahlergebnisse, Altersstruktur der Bevölkerung, Temperatur- oder Klimaveränderungen, Anteil an Grünflächen, Nächtigungszahlen, Kindergartenplätze und vieles mehr: Öffentliche Organisationen erfassen statistische Daten in großen Mengen. Ein Gutteil davon ist derzeit nicht oder nicht ausreichend textlich erschlossen. Das liegt weniger am Mangel an Interesse, als an der fehlenden Zeit, um diese Texte zu erstellen. „Redaktionen haben in […]

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Ob Wahlergebnisse, Altersstruktur der Bevölkerung, Temperatur- oder Klimaveränderungen, Anteil an Grünflächen, Nächtigungszahlen, Kindergartenplätze und vieles mehr: Öffentliche Organisationen erfassen statistische Daten in großen Mengen. Ein Gutteil davon ist derzeit nicht oder nicht ausreichend textlich erschlossen. Das liegt weniger am Mangel an Interesse, als an der fehlenden Zeit, um diese Texte zu erstellen. „Redaktionen haben in der Regel nicht die Ressourcen, alle verfügbaren Daten journalistisch zu verarbeiten“, erklärt Katharina Schell aus der APA-Chefredaktion und Leiterin des im Vorjahr gestarteten APA-Projektes Automated Content, „mit ein Grund, weshalb viele Geschichten nicht geschrieben werden. Durch Content Automatisierung sollen neue Inhalte entstehen, deren redaktionelle Erstellung in diesem Umfang bisher nicht möglich war“. Dass die menschliche Leistung dabei keinesfalls zu unterschätzen ist, weiß man bereits seit den ersten automatischen Gehversuchen. Denn bei der Berichterstattung zu Nationalrats- und EU-Wahlen im vergangenen Jahr hat man in der APA bereits umfangreiches Know-how mit automatisiert erstellten Texten gesammelt.

Förderung durch Wiener Medieninitiative

Da kommt das 2019 gegründete Förderprogramm der Stadt Wien „Wiener Medieninitiative“ gerade recht. Seit November wurden 23 von 47 eingereichten Projekten mit Fokus auf qualitativ hochwertigen Journalismus unterstützt. Unter ihnen auch die „Wiener Dateng’schichten“ der APA.

Von big data zu local content

Wenngleich die Algorithmen üblicherweise auf Bereiche wie Sport, Finanzen/Wirtschaft, eventuell auch Wetter oder Wahlen losgelassen werden, bildet das statistische Datenmaterial der Stadt Wien in seiner thematischen Bandbreite ein optimales Betätigungsfeld. „Es deckt viele Aspekte des täglichen Lebens in der Stadt ab, damit können völlig neue Ansätze im Daten-Storytelling erschlossen und lebensnahe Geschichten in Echtzeit generiert werden“, betont Schell, denn wer wisse schon, welche die häufigste Baumart in der Donaustadt ist oder wie viele Hunde in Mariahilf leben und wie viel Platz jeder von ihnen im Verhältnis zur Bezirksfläche hat? Auch ob die Hitze der immer heißeren Sommer noch normal ist oder wie viele Trinkbrunnen im Grätzl zur Abkühlung bereit stehen, sind Informationen von hoher regionaler Relevanz. Sie alle werden durch die Stadt Wien gesammelt und sind in Auszügen im Statistischen Jahrbuch und einzelnen Broschüren als Tabellen und in diversen Formaten im Internet zu finden. Developer und Datenjournalisten und -journalistinnen der APA-Redaktion optimieren diese für den datenjournalistischen Einsatz, schreiben regelbasierte Templates und können damit auf Knopfdruck gebietsspezifische Storys erstellen. Medien, aber auch Kommunen, kommunale Dienstleister und andere öffentliche Institutionen könnten diese Texte von der APA beziehen und BürgerInnen mit regionalen, hyperlokalen und neuartigen Informationen zu deren unmittelbaren Lebensbereichen versorgen. Das Projekt „Wiener Dateng’schichten“ startet mit Oktober 2020.

Völlig neue Ansätze im Daten-Storytelling und lebensnahe Geschichten in Echtzeit

Katharina Schell

Strategisches Vorzeigeprojekt

Für eine unabhängige Nachrichtenagentur wie die APA, die ihre Rolle auch als Dienstleisterin und Enabler für die österreichische Medien- und Kommunikationsbranche begreift und sich an der Schnittstelle von Inhalt und Technologie positioniert, fügen sich die Wiener Dateng’schichten optimal in die Strategie. Auch deshalb ist die Freude, sich dem Thema intensiver widmen zu können, groß. APA-CEO Clemens Pig sieht „Wiener Dateng’schichten als weiteres anschauliches Beispiel für die Kompetenz beim Einsatz von Daten und künstlicher Intelligenz im APA-Newsroom“. Die APA könne damit einen weiteren Baustein innovativer, maßgeschneiderter Content-Angebote für eine digitalisierte Medienbranche setzen.

Weiteres Beispiel für die Kompetenz beim Einsatz von Daten und künstlicher Intelligenz im APA-Newsroom

Clemens Pig

Auch für APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger ist die Förderung durch die Wiener Medieninitiative ein „wesentlicher Schritt für das Zukunftsfeld Automated Journalism in der APA. Unsere Redaktion hat mit Automated-Content-Wahlen schon im vergangenen Jahr journalistisches Neuland beschritten. Nun können wir diese neue Dimension des Datenjournalismus nutzen, um weitere relevante lokale Storys mit hohem Nutzwert für Medienhäuser sowie Userinnen und User zu erschließen.“

Redaktionelle Qualitätsstandards

Katharina Schell ist in der APA-Chefredaktion für redaktionelle Innovation zuständig und vertritt die Redaktion auch im APA-medialab, der Innovations-Unit der Austria Presse Agentur. Sie kennt den Bedarf von Redaktionen und weiß genau, was komplexe Algorithmen zum flüssigen Formulieren brauchen. Der redaktionelle Background ist es auch, der die APA für Projekte dieser Art besonders prädestiniert. Denn journalistische Qualitätsstandards wie Quellensicherheit, Plausibilitätsprüfung, Transparenz und Vier-Augen-Prinzip sind trotz des automatisierten Ablaufs sicherzustellen. Das betrifft neben Prüfungen der korrekten Datenlage beispielsweise auch Transparenzhinweise, dass es sich um automatisiert erstellte Information handelt.

Bei redaktionellen Automatisierungsprozessen ist die APA hierzulande Vorreiterin und bisher die einzige Anbieterin am österreichischen Markt für Lösungen im Bereich Automated Content für journalistische Zwecke.

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Check, re-check, Faktencheck https://value-news.apa.at/check-re-check-faktencheck/ https://value-news.apa.at/check-re-check-faktencheck/#respond Fri, 27 Mar 2020 10:46:24 +0000 https://value-news.apa.at/?p=1681 Kernaufgabe von Medien ist das Bereitstellen vertrauenswürdiger, zuverlässiger und korrekter Inhalte. Das steigende Fake-News-Aufkommen stellt Redaktionen dabei allerdings vor neue Herausforderungen. Die APA begegnet diesen mit einem neuen ressortübergreifenden Team, das unter der Leitung von APA-Verification-Officer Florian Schmidt im Internet kursierende Behauptungen auf ihre Plausibilität prüft. Der jeweilige Verifikationsvorgang wird unter „APA-Faktencheck“ im APA-OnlineManager (AOM) […]

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Kernaufgabe von Medien ist das Bereitstellen vertrauenswürdiger, zuverlässiger und korrekter Inhalte. Das steigende Fake-News-Aufkommen stellt Redaktionen dabei allerdings vor neue Herausforderungen. Die APA begegnet diesen mit einem neuen ressortübergreifenden Team, das unter der Leitung von APA-Verification-Officer Florian Schmidt im Internet kursierende Behauptungen auf ihre Plausibilität prüft. Der jeweilige Verifikationsvorgang wird unter „APA-Faktencheck“ im APA-OnlineManager (AOM) sowie auf einer eigenen Website veröffentlicht.

Hilfe beim Einschätzen und Bewerten von Information

Check, re-check und double-check gehört für Nachrichtenagenturen schon immer zum journalistischen Handwerk.

Johannes Bruckenberger

„Check, re-check und double-check gehört für Nachrichtenagenturen schon immer zum journalistischen Handwerk. Die Verbreitung von richtigen, glaubwürdigen und vertrauenswürdigen Informationen ist unser Kerngeschäft“, sagte APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger. „Der APA-Faktencheck soll eine zuverlässige Hilfe beim Einschätzen und Bewerten von Informationen bieten. Durch das Aufzeigen objektiver Sachverhalte wird im Idealfall ungerechtfertigten Vorurteilen entgegengewirkt und Manipulationsversuche werden unterbunden“, so Bruckenberger.

Gegengewicht zu Desinformation

APA-Geschäftsführer Clemens Pig betonte die gesellschaftliche Bedeutung der Initiative: „Die steigende Menge an Desinformation ist eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft. Sie erfordert ein starkes Gegengewicht an faktenbasierter, korrekter, überprüfter und zuverlässiger Information. Das liefert der neue APA-Faktencheck.“

Relevant für den APA-Faktencheck werden fragwürdige Informationen oder Behauptungen, wenn sie „viral gehen“ und somit ein gesellschaftliches Interesse entsteht bzw. wenn sie auf die Meinungsbildung einer großen Anzahl von Menschen einwirken. Das können Nachrichtenthemen mit großer medialer Aufmerksamkeit sein oder auch Social-Media-Postings mit zahlreichen „Shares“. Eine bedeutsame Reichweite ist auf jeden Fall nötig; zweifelhafte Behauptungen in geschlossenen Foren oder Postings mit fehlender Interaktion sind in der Regel nicht relevant.

Ein starkes Gegengewicht an faktenbasierter, korrekter, überprüfter und zuverlässiger Information.

Clemens Pig

Die Faktenchecks sind über die Website http://go.apa.at/flO3vxL1 beziehungsweise http://go.apa.at/8rQboU7e abrufbar. Seit Monatsbeginn wurden dort bereits mehrere Verifikationsmeldungen publiziert. Der Schwerpunkt lag zuletzt vor allem auf Themen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Unter anderem wurden Informationen rund um das Medikament Ibuprofen, erkrankte Skiurlauber aus Skandinavien oder kolportierte Delfin-Sichtungen in Triest recherchiert.

Folgendes Beispiel zeigt die Arbeitsweise und Tipps und Tricks der Faktenchecker:

Einer der jüngsten Faktenchecks der APA hat sich mit einem vermeintlich freudigen Ereignis im Hafen von Triest auseinandergesetzt. Durch den Rückzug der menschlichen Bevölkerung in ihre Wohnungen sollen im Hafen von Triest wieder Delfine gesichtet worden sein. Dies berichten mehrere User in sozialen Netzwerken, oft verweisen sie auf ein Facebook-Video der Seite „Lignano Journal“. Das Video zählte innerhalb weniger Tage fast eine Million Views.

Screenshot aus Facebook-Video von „Lignano Journal“

Der Schlüssel zur Verifizierung dieses Videos lag in der Lokalisierung des Ortes der Aufnahme. In diesem ist ein Pier mit Anlegepollern, eine italienische Fahne und ein weißes Gebäude mit außergewöhnlichem Dach zu sehen. Auf der linken Seite ist Festland zu erkennen.

Eine Überprüfung aller Piers im Hafen von Triest ergab, dass das Video nicht aus Triest stammen kann. Es gibt zwar mehrere Piers, die so ausgerichtet sind, dass das Festland auf deren linker Seite eine ähnliche Kulisse bildet. Allerdings finden sich auf diesen keine vergleichbaren Gebäude.

Durch eine Google-Suche mit den Suchbegriffen „coronavirus“ und „delfino“ konnten ähnliche Berichte in italienischen Medien wie „La Sicilia“ oder „Il Picolo“ gefunden werden. Diese geben den Ort der Delfinsichtung mit „Luna Rossa Cagliari“, im Süden der Mittelmeerinsel Sardinien, an (Bild unten). Ein Vergleich der Bilder des Sportvereins „Luna Rossa Prada Pirelli Teams“ in Cagliari mit den Screenshot aus dem Video zeigt, dass es sich eindeutig um denselben Standort handelt.

Screenshot Google Maps: „Luna Rossa Cagliari“

Zur vollständigen Dokumentation des Faktencheck

Das Faktencheck-Team nimmt Anregungen zu möglichen Themen entgegen: faktencheck@apa.at

Allgemeine Regeln und Verifizierungsprozess des APA-Faktencheck: APA-Faktencheck

@APA_Faktencheck auf Twitter

Die transparente Darstellung eines APA-Faktenchecks besteht aus drei Teilen:

1) Zu Beginn wird die zu überprüfende Information wiedergegeben. Was wurde von wem behauptet?

2) Danach wird die Einschätzung der Information anhand des abgeschlossenen Verifizierungsprozesses vorweggenommen. Was ist richtig, was ist falsch?

Die Erkenntnisse aus dem Faktencheck der APA sollen den Leserinnen und Lesern bei der Bewertung der fragwürdigen Behauptung helfen. Im Falle von „Fake News“ im Sinne von in Fälschungsabsicht verbreiteten Behauptungen soll dies gleich zu Beginn ein Korrektiv mitliefern, damit die Desinformation nicht zu lange unwidersprochen bleibt.

3) Anschließend wird transparent offengelegt, welche Verifizierungsschritte und Recherchen zu dem Thema erfolgt sind und auf welche Fakten sich die Einschätzung des Faktencheck-Teams der APA stützt. Wie kommen wir zu unserer Beurteilung?

Nach dem Verifikationsprozess kann im Idealfall festgestellt werden, ob die Information eindeutig richtig oder falsch ist. Manchmal führt die Überprüfung allerdings zu keinen konkreten oder zweifelsfreien Ergebnissen. In diesem Fall sind auch die Bewertungen überwiegend richtig bzw. überwiegend falsch oder nicht einschätzbar möglich.

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